Aktuelles von der ICO und unseren Netzwerkpartnern
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Anfang 2026 kam es in Aleppo zu schweren Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen Einheiten (SDF) – die heftigsten seit dem Sturz Assads.
Die Gefechte forderten 23 Todesopfer, über 100 Verletzte und zwangen mehr als 100.000 Menschen zur Flucht. Auslöser waren gescheiterte Verhandlungen über die Integration der kurdischen Selbstverwaltung und ihrer Milizen in die neue Übergangsregierung. Beim Beschuss zweier kurdisch geprägter Stadtviertel wurden auch die Wohnungen vieler unbeteiligter christlicher Familien schwer beschädigt.
Die ICO unterstützte in der Folge gemeinsam mit der franziskanischen Organisation Pro Terra Sancta ein Wiederaufbauprojekt - die ICO beteiligte sich mit 15.000 € daran. Mit dem Beitrag der ICO konnten schlussendlich insg. 24 Wohnungen rehabilitiert und den betroffenen Familien die Rückkehr in die eigenen vier Wände ermöglicht werden.
In der syrischen Küstenstadt Latakia war Ende Mai der Auftakt zu einem wichtigen neuen Berufsausbildungsprojekt für junge Mädchen, das von der ICO finanziert und von der lokalen Partnerorganisation Agissons Ensemble (früher: People of Mercy) durchgeführt wird.
Das Projekt „Berufliche Ausbildung, psychosoziale Unterstützung und sozialer Zusammenhalt für gefährdete junge Frauen in Latakia“ richtet sich an 85 Mädchen und junge Frauen im Alter von 16 bis 25 Jahren aus der Stadt Latakia und den umliegenden ländlichen Gebieten. Es begegnet einer doppelten Gefährdung: der wirtschaftlichen Ausgrenzung geringqualifizierter junger Frauen und der psychosozialen Instabilität infolge der anhaltenden Krise, der Vertreibung, des Erdbebens von 2023 und der jüngsten Gewalt an der syrischen Küste.
Im Rahmen des Projektes wird den jungen Frauen eine Ausbildung in folgenden Bereichen ermöglicht: Nähen, Friseurhandwerk, Nagelpflege, Waschmittelherstellung, Grafikdesign, Handy-Reparatur sowie Buchhaltungs- und Sekretariatskenntnisse. Interdisziplinäre Module, insbesondere im Bereich Kleinstunternehmensführung, ergänzen das Programm und sollen die Beschäftigungsfähigkeit und die Fähigkeit, ein Einkommen zu erzielen, verbessern.
In der Region Hauran im Süden von Syrien sind die Schwestern von Besançon in einem Pastoralzentrum der melkitischen Diözese aktiv und engagieren sich in der Jugendarbeit.
Da das lokale Pastoralzentrum recht alt und abgenützt war, begannen die Schwestern dank der Unterstützung einer anderen kirchlichen Hilfsorganisation damit, das Zentrum zu renovieren.
Leider reichten die erhaltenen Mittel jedoch nicht ganz aus, weshalb die ICO den Schwestern kürzlich einen Betrag in Höhe von 8.000 € zur Verfügung stellte, um die Arbeiten zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und das Zentrum entsprechend auszustatten.
Am 22. Mai fand in der chaldäischen Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan die feierliche "Graduierung" von acht Kindern des örtlichen Pfarrkindergartens statt.
Seit der mit Mitteln der ICO finanzierten Gründung dieses Kindergartens vor einigen Jahren konnten bereits unzählige Kinder in dieser gut geführten Einrichtung bestens vorbereitet in die Schulen der Region entlassen werden.
Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen den Kindern alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!
In der zentralsyrischen Ortschaft Al-Mouzineh im „Tal der Christen“ in der Provinz Homs neigt sich das bislang größte Einzelprojekt der ICO seinem erfolgreichen Ende zu.
Gemeinsam mit L’Œuvre d’Orient, unserer französischen Partnerorganisation, ermöglichte es die ICO der örtlichen griechisch-orthodoxen Pfarre das gut geführte pfarrliche Altenheim durch die Errichtung einer neuen Etage auszubauen und zu vergrößern.
Beide Organisationen stellten hierfür jeweils einen Betrag in Höhe von 84.000 € zur Verfügung. Nach Fertigstellung der neuen Etage wird sich die Kapazität der Einrichtung (dzt. leben hier 37 alte Menschen) nahezu verdoppeln.
Im Libanon ist die Zahl der Kriegsvertriebenen enorm: 1.263.000 Menschen waren Mitte April offiziell als Vertriebene registriert. Da sich aber viele aus unterschiedlichsten Gründen nicht registrieren, ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl bereits mind. 1,5 Mio. beträgt.
Trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe kommt es nach wie vor jeden Tag zu Kämpfen zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee sowie zu Bombardierungen bzw. gezielten Tötungen durch die israelische Luftwaffe. Der Bevölkerung von mehr als 50 Ortschaften ganz im Süden des Landes (im Grenzgebiet zu Israel, südlich des Flusses Litani) wird von der israelischen Armee die Rückkehr in ihre Heimatdörfer verwehrt.
Viele andere, die gleich nach Ausrufung der Waffenruhe nach Hause zurückgekehrt sind, sind inzwischen bereits wieder in die Notquartiere für Vertriebene zurückgekehrt, da ihre Häuser im Süden entweder völlig zerstört sind oder ihr Heimatdorf unbewohnbar ist, da es kein Wasser, keinen Strom und auch sonst keinerlei Versorgung (etwa mit Lebensmitteln) gibt. Deshalb ist dzt. die Zahl der Vertriebenen im Land noch genauso hoch wie vor Ausrufung des Waffenstillstands.
Darum ist auch die Fortsetzung der ICO-Nothilfe für diese Menschen so dringend nötig: Trinkwasser, Lebensmittel zum Selberkochen (für Familien in Privatquartieren), Sandwiches und warme Mahlzeiten (für Vertriebene in Gemeinschaftsunterkünften), Aktivitäten für die Kinder der Geflüchteten sowie Medikamente und Bekleidung je nach Bedarf.
Die ICO hat bislang 30.000 € für diese Aktivitäten zur Verfügung gestellt, weitere Mittel wären aber dringend nötig! Danke für jede Spende mit dem Kennwort "Nothilfe Libanon".
In Gaza-Stadt unterstützt die ICO dank zweckgebundener Spenden einer Ordensgemeinschaft aus Deutschland seit 2025 kontinuierlich die Versorgung der wenigen noch verbliebenen Christen in der einzigen katholischen Pfarre im Gaza-Streifen.
Abgewickelt wird die Hilfe über die Caritas Jerusalem, unseren lokalen Hauptpartner im Hl. Land. Verteilt wurden bislang Lebensmittel und Hygieneartikel, Bettzeug sowie Milchpulver für Kinder.
Die ICO hat hierfür 2025 30.000 € zur Verfügung gestellt und für 2026 ist derselbe Betrag geplant.
Das Father Roberts Institute im Libanon ist seit Jahrzehnten ein Ort der Hoffnung für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen.
1959 vom englischen Priester Father Ronald Roberts gegründet und seit 1982 von den Basilian Choueirite Sisters (einer griechisch-katholischen Ordensgemeinschaft) geführt, hat sich die Einrichtung in Sehailé zu einer bedeutenden gemeinnützigen Bildungs- und Therapieeinrichtung entwickelt.
Aktuell erhalten hier rund 130 Schülerinnen und Schüler eine kostenlose, spezialisierte und ganzheitliche Förderung. Neben schulischer Bildung umfasst das Angebot auch wichtige therapeutische, paramedizinische und psychosoziale Unterstützung – insbesondere für gehörlose, hörbeeinträchtigte sowie geistig beeinträchtigte Kinder und Jugendliche.
Die ICO unterstützt das Institut im laufenden Schuljahr mit 10.000 €. Damit werden psychomotorische Therapiesitzungen für 55 Kinder und Jugendliche ermöglicht – ein wertvoller Beitrag für ihre Entwicklung und Zukunft.
Wie bereits beim letzten Libanonkrieg unterstützt die ICO auch jetzt wieder die Barmherzigen Schwestern des Hauses St. Josef in Ajeltoun dabei, Nothilfe für vertriebene Kriegsopfer aus dem Südlibanon zu leisten.
Unterstützt werden aktuell christliche Familien aus dem Südlibanon, die in der Umgebung der Schule in Privatquartieren Zuflucht gefunden haben, sowie Vertriebene, die in drei Gemeinschaftsquartieren in der Region (in Harissa, Jounieh bzw. in Sehailé) untergekommen sind.
Je nach Bedarf erhalten die Familien warme Mahlzeiten oder Sandwiches bzw. Lebensmittel zum Selberkochen, Bekleidung, Küchenutensilien sowie Gas zum Kochen, Bekleidung, Hygieneartikel oder dringend benötigte Medikamente. Außerdem wurden Waschmaschinen für die Gemeinschaftsquartiere angeschafft sowie Diesel zum Betreiben der Notstromgeneratoren zur Verfügung gestellt.
Die ICO hat für diese Hilfsmaßnahmen bislang 20.000 € zur Verfügung gestellt, die aber bereits fast vollständig in Hilfe umgesetzt und somit aufgebraucht wurden.
Wir ersuchen deshalb dringend um weitere Spenden mit dem Vermerk „Nothilfe für
Kriegsopfer im Libanon“, um diese wichtige Unterstützung auch weiterhin fortsetzen zu können.
>> Hier geht es zu zwei Artikeln in der
Tagespost sowie in der Salzburger Kirchenzeitung Rupertusblatt
In der chaldäischen Diözese Zakho im Nordirak fand kurz vor Ostern eine Verteilung von Lebensmittel-Paketen an bedürftige Familien statt, die von der ICO mit 10.000 € unterstützt wurde.
Der lokale ICO-Delegierte Daniel Zuhair verteilte zusammen mit seinem Team an vier Tagen insg. 447 Pakete in 15 verschiedenen Ortschaften in der Diözese.
Angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Region war dies für die betroffenen Familien eine hoch willkommene Unterstützung in schwierigen Zeiten.
In der griechisch-orthodoxen Pfarre im syrischen Al-Mouzineh wurde am 06. und 07. April
(also unmittelbar vor dem orthodoxen Osterfest) ein Sozialmarkt nach dem Vorbild der von der ICO bereits seit längerem unterstützten Sozialmärkte in der chaldäischen Pfarre Enishke im Nordirak organisiert.
Die Idee dahinter: statt der Verteilung standardisierter Lebensmittelpakete an Bedürftige soll diesen die Möglichkeit geboten werden, individuell benötigte Lebensmittel zu stark vergünstigten Preisen (50 % unter den marktüblichen Preisen) selbst einzukaufen (und sich so nicht als Almosenempfänger zu fühlen).
Die ICO stellte dafür einen Betrag von 8.000 € zur Verfügung. Mehr als 300 bedürftige Familien nutzten die Möglichkeit, sich vor dem orthodoxen Osterfest mit dringend benötigten Lebensmitteln einzudecken.
Das landwirtschaftliche Projekt im „Tal der Christen“ – ein Gemeinschaftsprojekt der ICO mit dem franziskanischen Hilfswerk Pro Terra Sancta – fand kürzlich seine Fortsetzung:
Ende März fand eine große Verteilung von Olivenbaum-Setzlingen und Düngemittel an 180 Kleinbauern in der Ortschaft Habnimra statt. Dabei konnten mehr als 4.000 Olivenbaum-Setzlinge und über 8 Tonnen Düngemittel verteilt werden.
In dieser von Landwirtschaft dominierten Region waren in der jüngeren Vergangenheit große Flächen von Olivenbäumen bei Waldbränden zerstört oder schwer beschädigt worden.
Dieses Projekt soll nun dazu beitragen, die Existenz vieler betroffener Kleinbauern in der Region, die vom Ertrag ihrer Olivenbäume leben, zu sichern.
In den täglich heftig bombardierten Regionen des Libanon wurde der Unterricht mit Kriegsbeginn auf Online-Unterricht umgestellt. In den halbwegs sicheren – überwiegend christlichen – Landesteilen findet hingegen normaler Unterricht statt.
In der von der ICO maßgeblich unterstützten Schule St. Josef der Barmherzigen Schwestern in Ajeltoun im Libanongebirge ist das Küchenteam deshalb seither besonders gefordert: einerseits muss täglich für die internen Kinder gekocht werden und parallel dazu werden im Rahmen der von der ICO finanzierten Nothilfe warme Mahlzeiten bzw. Sandwiches für in der Region lebende Vertriebene aus dem Südlibanon zubereitet.
Auch die Verpflegung der Kinder im Internat wird im aktuellen Schuljahr finanziell von der ICO unterstützt – dies in erster Linie mit Mitteln einer sehr engagierten Solidaritätsgruppe im Salzburger Pfarrverband Maishofen, Saalbach-Hinterglemm und Viehhofen, deren Mitgliedern wir auf diesem Weg sehr herzlich danken möchten.
VIDEO-CLIP:
Am 10. Februar wurden in der Ortschaft Al-Jeweniat, einem Nachbarort von Al-Mouzineh im „Tal der Christen“ (Provinz Homs, Zentralsyrien), im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts mit dem franziskanischen Hilfswerk Pro Terra Sancta fast 10 Tonnen Düngemittel an mehr als 70 Kleinbauern verteilt.
In dieser landwirtschaftlich geprägten Region wurden in der jüngeren Vergangenheit große Flächen von Olivenhainen – der zentralen Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung – durch Waldbrände zerstört oder schwer beschädigt.
Ziel des Projekts ist es, die entstandenen Schäden zu begrenzen und die Wiederaufforstung zu unterstützen, damit die hier lebenden Familien auch in Zukunft vom Anbau der Oliven und vom Verkauf ihres Olivenöls leben können. Einige Tage später wurden auch noch ca. 2.300 Olivenbaum-Setzlinge an 90 Familien von Kleinbauern verteilt.
Diese Verteilung soll den Familien Nachpflanzungen ermöglichen, um verbrannte oder beschädigte Bäume zu ersetzen.
Im syrischen Al-Mouzineh gehen die Arbeiten zur Fertigstellung einer neuen Etage für das Altenheim der griechisch-orthodoxen Pfarre zügig voran, wie bereits im letzten Newsletter berichtet.
Finanziert wird dieses aktuell größte Projekt der ICO in Syrien gemeinsam mit der französischen Partnerorganisation L’Oeuvre d’Orient.
Nach Fertigstellung soll es hier dann zusätzliche Betreuungsplätze für bis zu 30 bedürftige alte Menschen geben.
Am 20. Februar wurde in der chaldäischen Pfarre Enishke im Nordirak die Verteilung von Kerosin zum Heizen im Rahmen der ICO-Winternothilfe erfolgreich abgeschlossen:
Acht Familien erhielten je 200 Liter Kerosin und neun Familien je 100 Liter. Insgesamt wurden im aktuellen Winter in der Pfarre 78 Familien mit Heizmaterial versorgt. Es war dies auch das letzte Einzelprojekt im Rahmen der Winternothilfe 2025/26, das in einem unserer Schwerpunktländer im Nahen Osten umgesetzt wurde.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die für die Winternothilfe-Kampagne der ICO gespendet haben, recht herzlich für ihre wertvolle Unterstützung!
Besuch im Heiligen Land
Vom 14. bis 21. Februar 2026 hielt sich eine gemeinsame Delegation der Österreichischen Ordenskonferenz und der ICO im Heiligen
Land auf.
Ziel waren Begegnungen mit Christinnen und Christen, Ordensleuten sowie mit Persönlichkeiten und Initiativen, die sich für Versöhnung und
Gerechtigkeit einsetzen. Auf dem Programm stand auch eine Begegnung mit dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa.
Dieser Besuch findet auch Erwähnung in einem Artikel der März-Ausgabe der TAGESPOST:
Ende Jänner/Anfang Februar haben sich die Ereignisse im Norden Syriens geradezu überschlagen.
Nachdem es zunächst nur in zwei kurdisch dominierten Stadtvierteln von Aleppo zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und bewaffneten kurdischen Einheiten gekommen ist (welche allerdings zu vielen Schäden und einer Massenflucht geführt haben), folgte dann – offenbar nach grünem Licht der USA – eine großangelegte Offensive der Regierungstruppen (also der früheren islamistischen HTS-Miliz) gegen die von den Kurden kontrollierten Gebiete im Nordosten des Landes.
Von ihren amerikanischen Schutzherren sowie von früheren sunnitischen Verbündeten im Stich gelassen, verloren die Kurden den größten Teil des bislang von ihnen verwalteten Territoriums. Ein Waffenruheabkommen sieht nun vor, dass die kurdische Verwaltung in Nord- und Nordostsyrien in die syrische Zentralregierung integriert wird.
Wir ersuchen weiterhin um Spenden mit dem Verwendungszweck „Nothilfe Aleppo“, um den von den jüngsten Kämpfen betroffenen Menschen in der Stadt helfen zu können. So sollen u.a. bei den Kämpfen in Mitleidenschaft gezogene Wohnungen christlicher Familien repariert werden.
Das Jahr 2025 war ein sehr herausforderndes Jahr mit zahlreichen Ereignissen, die Nothilfeaktivitäten der ICO erforderlich machten (Massaker in der syrischen Küstenregion, Krieg in Gaza, konfessionelle Konflikte im Süden von Syrien). Daneben gab es aber natürlich auch die „normalen“, jährlichen Schwerpunkte (z.B. die Winternothilfe oder Bildungsprojekte).
Ein Höhepunkt jedes Arbeitsjahres ist immer die ICO-Jahrestagung in Salzburg, darüber hinaus fanden auch Projektreisen in die Schwerpunktländer statt (2025 z.B. in den Nordirak, den Libanon sowie in den Tur Abdin in der Südost-Türkei).
Diese Präsentation (siehe linke Spalte) will Sie an einigen von vielen Schwer- und Höhepunkten des ICO-Arbeitsjahres Anteil nehmen lassen.
In der syrischen Küstenstadt Tartus unterstützte die ICO die örtliche syrisch-orthodoxe Pfarre mit 13.000
Euro, um einen Saal zu einem modernen Studiersaal für rund 150 Universitäts-Studierende umzubauen. Viele von ihnen sind
Kriegsvertriebene.
Aufgrund beengter Wohnverhältnisse und ständiger Stromabschaltungen haben sie zu Hause oft kaum Möglichkeiten, in Ruhe zu lernen oder zu arbeiten. Der neue Studiersaal bietet ihnen nun gute und verlässliche Arbeitsbedingungen – nicht zuletzt dank einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die eine konstante Stromversorgung ermöglicht.
Das Father Roberts Institute in der Ortschaft Sehailé im Libanongebirge ist eine im
ganzen Land bekannte und anerkannte Gehörlosenschule.
Viele der Kinder kommen aus entlegenen Landesteilen und leben hier im Internat. Der Großteil der betreuten Kinder entstammt sozial schwachen Familien, die die recht hohen Kosten, die für die Behandlung und Begleitung ihrer Kinder entstehen, nicht abdecken können.
Dazu kommen noch die katastrophale wirtschaftliche Lage des Landes und ausbleibende Subventionen der Regierung, weshalb die Einrichtung dringend auf Unterstützung von außen angewiesen ist.
Die ICO unterstützt im laufenden Schuljahr die notwendigen psychomotorischen Therapiesitzungen für 55 Kinder mit einem Betrag von 10.000 €.
Die finanzielle Lage vieler Ordensschulen im krisengeschüttelten Libanon ist äußerst
prekär. Die ihnen eigentlich zustehenden Subventionen der öffentlichen Hand bleiben seit mehreren Jahren praktisch komplett aus und die
Eltern der Schüler sind immer weniger in der Lage, das Schulgeld für ihre Kinder zu bezahlen.
Gleichzeitig müssen die Lehrkräfte und die laufenden Kosten bezahlt werden, um den Schulbetrieb aufrechterhalten zu können. Aus diesem Grund haben viele der Schulen nicht mehr den geringsten finanziellen Spielraum und sind deshalb dringend auf Hilfe von außen angewiesen.
So auch die von der ICO bereits seit langem unterstützte Schule St. Josef der Barmherzigen Schwestern in Ajeltoun. Hier unterstützt die ICO im aktuellen Schuljahr 2025/26 die Verpflegung der internen Kinder (Waisenkinder und Sozialfälle) mit einem Betrag von 30.000 €.
Ein besonderer Dank gilt hierbei der Pfarre Zederhaus - Muhr/Sbg., wo im Advent speziell für dieses Projekt gesammelt wurde und so ein Betrag in Höhe von 7.500 € (Beitrag zu den Gesamtkosten) aufgebracht werden konnte.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern recht herzlich für diese überaus wertvolle Unterstützung!
Die syrische Armee und kurdische Kämpfer haben sich in den letzten Tagen in der Stadt im Norden Syriens heftige Gefechte geliefert. Mehr als
20 Menschen wurden dabei getötet. Laut den örtlichen Behörden flohen rund 155.000 Bewohner der kurdischen Viertel Scheich
Maksud und Aschrafijeh in andere Stadtteile oder aufs Land.
Aleppo wird seit dem Sturz des syrischen Machthabers Assad im Dezember 2024 weitgehend von der neuen Übergangsregierung kontrolliert. Nur die kurdischen Stadtviertel standen zuletzt noch unter der Kontrolle kurdischer Kämpfer. Die Auseinandersetzung endete schließlich mit einer Waffenruhe, die bewaffneten kurdischen Einheiten wurden mit Bussen aus der Stadt gebracht und in die kurdisch kontrollierte Region im Nordosten des Landes gefahren.
Die mit Unterstützung der ICO entstandene und bis heute unterstützte Sozialküche der katholischen Pfarre St. Franziskus in Aleppo war gerade in diesen Tagen der Krise
neuerlich von unschätzbarer Bedeutung (wie auch schon nach dem verheerenden Erdbeben 2024). Neben der täglichen Versorgung von fast 1.000
Bedürftigen erhielten dieser Tage auch viele Vertriebene, die im Terra-Sancta-Kolleg der Franziskaner sowie im Kloster der
Franziskanerinnen Zuflucht gefunden hatten, warme Mahlzeiten aus der Sozialküche.
Ebenso wurden die syrisch-orthodoxe Kirche sowie eine örtliche Moschee beliefert, um die dort untergekommenen Familien zu versorgen. Dzt. wird auch die Möglichkeit geprüft, gemeinsam mit dem franziskanischen Hilfswerk Pro Terra Sancta die bei den jüngsten Kämpfen beschädigten Wohnungen christlicher Familien zu reparieren. Außerdem soll die Aufnahme und Unterbringung christlicher Vertriebener in Einrichtungen der syrisch-orthodoxen Kirche finanziell unterstützt werden (siehe Fotogalerie).
Wir sind dankbar für jede Spende mit dem Verwendungszweck „Nothilfe Aleppo“, um auch weiterhin den Menschen in
der leidgeprüften Stadt helfen zu können.
Im Dezember fanden in verschiedenen Ländern der Region von der ICO
finanzierte Maßnahmen im Rahmen der Winternothilfe statt.
Wir möchten hier die Wichtigsten kurz präsentieren:
In der chaldäischen Pfarre Enishke in der autonomen Region Kurdistan im Nordirak fand von 10. – 12. Dezember der traditionelle Weihnachts-Sozialmarkt statt. Eröffnet wurde er von Pfarrer Samir Youssif in Anwesenheit von Diözesanbischof Azad Sabri. Statt wie früher
standardisierte Lebensmittelpakete zu verteilen, konnten die Menschen aus dem großen Pfarrverband selbst auswählen, was sie für die Weihnachtsfeiertage am dringendsten benötigen.
Sie kauften die Lebensmittel mit ihrem eigenen Geld ein, jedoch zu stark vergünstigten Preisen. Die ICO ermöglichte dieses wichtige Projekt mit einem Beitrag von 7.000 € - so wird nicht nur Hilfe geleistet, sondern auch Würde und Selbstbestimmung der Menschen bewahrt. Insgesamt konnten an allen drei Tagen 450 Familien aus der ganzen Region vom Angebot des Sozialmarktes profitieren.
Die mit Mitteln der ICO gegründete Sozialküche der katholischen Pfarre St. Franziskus
in Aleppo ist ein in der ganzen Stadt bekanntes und überaus wichtiges Sozialprojekt. Ca. 1.000 warme
Mahlzeiten werden hier täglich an Bedürftige ausgegeben.
Für Dezember hat die ICO neuerlich einen Unterstützungsbetrag in Höhe von 10.000
€ zur Verfügung gestellt. In diesem Betrag enthalten sind auch wieder Spenden des BRG
Kirchdorf in Oberösterreich.
Die engagierten Schülerinnen und Schüler dieser Schule haben in den letzten Jahren durch vielfältige
Aktivitäten (Benefiz-Konzerte, Theater-Aufführungen, Kuchenbuffets, etc.) bereits über 28.000 € an Spenden für die
Sozialküche und andere Hilfsprojekte der Pfarre St. Franziskus aufgebracht.
Das Team der Einrichtung bedankte sich nun mit einem berührenden Video bei der Schule in Oberösterreich (siehe oben).
Ebenfalls in Aleppo gab es eine von der katholischen Pfarre St. Franziskus organisierte Verteilung warmer Winterschuhe an Kinder und Jugendliche.
Abgewickelt wurde die Verteilung, die von der ICO mit einem Betrag von 7.200 € zur Gänze finanziert wurde, über drei lokale Schuhgeschäfte, in denen sich die Kinder mit dem entsprechenden Gutschein selbst je ein Paar Winterschuhe auswählen konnten.
Insgesamt kamen somit 325 Kinder und Jugendliche zu einem verfrühten Weihnachtsgeschenk. Die Freude darüber war ihnen allen anzusehen, wie die Bilder in der Fotogalerie zeigen.
Für 383 Kinder aus der griechisch-orthodoxen Pfarre in Al-Mouzineh im "Tal der Christen" in der zentralsyrischen Provinz Homs war bereits am 21. Dezember Weihnachten - dank einer Finanzierung in Höhe von 20.000 € von der ICO konnten sie mit warmer Winterbekleidung und Winterschuhen ausgestattet werden. Die Freude der Kinder (und natürlich ihrer Eltern) über diese Unterstützung in überaus schweren Zeiten war verständlicherweise riesengroß.
In Aleppo ermöglichte die ICO mit einer Summe von 18.000 € die Verteilung von Heizöl an 400 bedürftige Familien.
Dieses Projekt richtete sich an bedürftige Familien, insbesondere an Familien mit niedrigem Einkommen, Binnenvertriebene, ältere Menschen und Familien mit Kindern. Diese Haushalte können sich
aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise, der hohen Arbeitslosigkeit und der Inflation während der harten Wintermonate kein Heizmaterial
leisten.
Abgewickelt wurde dieses Projekt vom St. Ephrem Patriarchal Development Committee der
syrisch-orthodoxen Kirche.
Unser besonderer Dank gilt dem österreichischen St. Georgs-Orden, der bereits vor einiger Zeit über die ICO einen Betrag in
Höhe von 25.000 € zur Verfügung gestellt hatte, um die kulturhistorisch wertvolle Georgs-Kapelle
in Enishke aus dem 17. Jahrhundert – das älteste dem Hl. Georg geweihte Gotteshaus in ganz Kurdistan – zu renovieren.
Diese Kapelle ist nicht nur für die chaldäische Pfarre Enishke (einer der wichtigsten Partner der ICO in Kurdistan), sondern für die Christen der ganzen Region von großer Bedeutung, da sie ein Symbol der Standhaftigkeit und der Widerstandsfähigkeit ihres Glaubens ist.
Zwar sind noch nicht alle Arbeiten komplett abgeschlossen, aber dank dieser wertvollen Unterstützung konnten wertvolle Fortschritte erzielt werden, um das Eindringen von Wasser und weitere Beschädigungen des Gebäudes zu vermeiden und den Erhalt der historischen Bausubstanz zu sichern.
