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Besuch einer ICO-Delegation im Libanon

Fototagebuch der ICO-Libanon-Reise 2024:

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FOTO-PRÄSENTATION - ICO-Libanon-Reise Q2/2024
ICO_Libanonreise_Q2_2024.pdf
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Ende April/Anfang Mai
besuchten ICO-Obmann Dr. Slawomir Dadas, Geschäftsführerin Michlin Al-Khalil und Projektkoordinator Stefan Maier den Libanon.

 

Das kleine Land ist weiterhin ohne einen Staatspräsidenten, steckt weiter inmitten der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte mit hoher Arbeitslosigkeit, einer Hyperinflation (kostete früher eine Tankfüllung 30.000 L.L., so sind es heute 4 Mio. L.L.!) und der Verelendung weiter Bevölkerungsschichten.

 

Dazu kommt noch der ständige Kleinkrieg zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee im Süden des Landes mit ständig steigenden Opferzahlen (auf libanesischer Seite sind es schon über 400) und dem hohen Risiko, dass das kleine Land – das sich praktisch in Geiselhaft der Hisbollah befindet – in den schrecklichen Konflikt zwischen Israel und die Hamas hineingezogen wird.

 

Die Delegation besuchte zahlreiche von der ICO geförderte Projekte im ganzen Land.

 



Neue Etage für Pfarrkindergarten im Nordirak fertiggestellt

Nach vielen Verzögerungen ist es nun bald endlich so weit: die neue Etage im chaldäischen Pfarrkindergarten im nordirakischen Enishke kann demnächst in Betrieb gehen und wird schon bald von fröhlichem Kinderlachen erfüllt sein.

 

Derzeit ist man nach Abschluss der baulichen Maßnahmen mit letzten Handgriffen zur Einrichtung und Ausstattung beschäftigt. Schon seit längerem konnte dieser gut geführte Kindergarten aus Platzmangel nicht all jene Kinder aufnehmen, die ihre Familien gerne hierhergeschickt hätten. So entstand die Idee der Erweiterung des Kindergartens durch die Aufstockung des Gebäudes um eine zusätzliche Etage.

 

Viele haben mitgeholfen, um diese Idee nun Realität werden zu lassen: Kirche in Not hat die baulichen Maßnahmen finanziert, die ICO finanziert dank Fördermitteln vom Erzbistum Bamberg die Inneneinrichtung sowie die Ausstattung mit pädagogischem Material und Spielgeräten und teilte sich mit der MIVA Österreich die Kosten für einen zusätzlichen Kleinbus, der zur großen Freude von Pfarrer Samir Youssif bereits angekauft wurde und der zukünftig auch Kinder aus den Nachbardörfern täglich in der Früh in den Kindergarten transportieren und sie danach wieder nach Hause bringen wird. Weiters unterstützt die ICO schon seit Jahren die laufenden Kosten der Einrichtung (Gehälter etc.) und wird dies auch weiterhin tun.

 

Der bestehende Kindergarten war bereits vor Jahren als Gemeinschaftsprojekt der ICO mit Kirche in Not errichtet worden und genießt in der ganzen Region einen ausgezeichneten Ruf, von denen auch die muslimische Mehrheitsbevölkerung in vielfacher Weise profitiert, wie die Präsentation eindrucksvoll aufzeigt.


Licht für 200 Familien in Syrien

Das "Relief and Development Committee" der syrisch-orthodoxen Pfarre von Tartus in Syrien konnte kürzlich 200 kleine tragbare Batterien zur Stromerzeugung an ebenso viele bedürftige Familien verteilen.

 

Angesichts der ständigen Stromausfälle wurden so vor allem Familien mit Kindern oder Jugendlichen unterstützt, damit diese abends zu Hause lernen und ihre Aufgaben erledigen können.

 

Diese Batterien sind die ideale Lösung, da sie 22 Ampere Strom liefern. Sie sind klein, quadratisch und ähneln einer Autobatterie. Sie sind völlig sicher für Kinder und Erwachsene. Sie verursachen keinen Stromschlag, der zum Tod führt. Außerdem geben sie keine Wärme ab, so dass die Gefahr eines Brandes gleich Null ist.

 

Die ICO hat dieses Projekt mit einem Betrag von 10.000 € ermöglicht.

 


Dank an die Spenderinnen und Spender der ICO aus Syrien


Aus Syrien erreichten uns kürzlich zwei berührende Video-Botschaften (siehe oben).

 

Pfarrer Iyad Ghanem, langjähriger Projektkoordinator der syrisch-katholischen Erzdiözese Homs und seit 2006 Partner der ICO, ist seit kurzem auch Pfarrer von Toumine geworden, einer Ortschaft in der Nähe der zentralsyrischen Großstadt Homs.

 

Dort wurde Mitte April ein Sonntagsgottesdienst für die ICO und ihre Spenderinnen und Spender gefeiert und für diese gebetet. Außerdem lud Pfarrer Iyad Ghanem im muslimischen Fastenmonat Ramadan Vertreter der örtlichen Muslime zum Iftar (dem traditionellen Fastenbrechen) in sein Haus in der Ortschaft Masskaneh ein und auch dort wurde gemeinsam für die Spenderinnen und Spender der ICO gebetet.

 

In dieser Region (Masskaneh, Toumine und einige umliegende Ortschaften) werden nämlich mit Mitteln der ICO zahlreiche Projekte umgesetzt, von denen auch die muslimische Mehrheitsbevölkerung in vielfacher Weise profitiert, wie die Präsentation eindrucksvoll aufzeigt.   


Lebensmittelverteilung im Nordirak

Ende April fand an drei Tagen in der nordirakischen Region Kurdistan in mehreren Dörfern der Diözese Zakho die Verteilung von Lebensmittel-Paketen an bedürftige Familien statt.

 

Unter der Aufsicht unseres lokalen Delegierten Daniel Zuhair wurden 406 Pakete an Familien in 16 Ortschaften verteilt. Eigentlich war diese Verteilung schon zu Ostern geplant gewesen, aufgrund von Problemen bei der Geldübermittlung verzögerte sich jedoch die Umsetzung des Projektes.

 

Jedes Paket enthielt wichtige Grundnahrungsmittel im Wert von ca. 27 €.

 


Die Marienküche in Beirut braucht Ihre Hilfe!

 

Weiterhin überaus reger Andrang herrscht jeden Tag in der „Cuisine de Marie“ (Marienküche) in der Nähe des Beiruter Hafens.

 

Diese vom maronitischen Priester Hany Tawk nach der katastrophalen Explosionskatastrophe im August 2020 gegründete Suppenküche ist mittlerweile die einzige noch verbleibende Suppenküche in der libanesischen Hauptstadt (von ursprünglich ca. 60 derartigen Einrichtungen) und deshalb von ganz besonderer Bedeutung.

 

Zwischen 1.000 und 1.200 warme Mahlzeiten werden hier jeweils an sechs Tagen in der Woche zubereitet und entweder direkt am Projektstandort an Bedürftige ausgegeben oder über verschiedene lokale Partner an Bedürftige im ganzen Beiruter Stadtgebiet verteilt.

 

Da aufgrund der aktuellen schweren Wirtschaftskrise der allergrößte Teil der lokalen Spender und Förderer weggebrochen ist, kommt der regelmäßigen Unterstützung durch die ICO als fast einziger institutioneller Geldgeber eine umso größere Bedeutung zu.

 

>> Wir ersuchen deshalb dringend um Spenden für dieses wichtige Projekt!

 


Sozialmarkt zu Ostern in der Pfarre Enishke im Nordirak

VIDEOS:


FOTO-GALERIE:

Am 25. März fand die offizielle Einweihung des Oster-Sozialmarkts der Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan durch den Diözesanbischof der chaldäischen Diözese Dohuk, Mgr. Azad Sabri Shaba, statt.

 

Die ICO hat dieses Projekt mit 7.000 € unterstützt. Die Familien aus Enishke und den übrigen Dörfern des Pfarrverbandes konnten vier Tage lang im großen Saal des örtlichen Pfarrzentrums die für das Osterfest benötigten Lebensmittel zu stark reduzierten Preisen erwerben. Der Andrang war enorm und schlussendlich haben mehr als 450 bedürftige Familien aus der ganzen Region dieses Angebot in Anspruch genommen.


Unterstützung für Studierende in Syrien


Über die Deir Mar Musa el-Habashi Monastic Community hilft die ICO bedürftigen Universitäts-StudentInnen in Syrien.

 

Diese Gemeinschaft wurde von dem bekannten italienischen Jesuiten Paolo Dall’Oglio, der während des Syrienkrieges entführt worden war und seither verschollen ist, gegründet und hat die Förderung des christlich-islamischen Dialogs zum Schwerpunkt. Die ICO unterstützt im laufenden Schuljahr mit einem Betrag von 11.000 € Studierende, die ohne diese Hilfe von außen ihre Ausbildung nicht fortsetzen bzw. abschließen könnten.

 

Unterstützt werden sie sowohl bei den Kosten für den Transport zu ihren Universitäten bzw. die Unterbringung in Studentenheimen (für Studierende aus dem ländlichen Raum) sowie bei der Finanzierung der benötigten Studienmaterialien (Bücher etc.).


Buchpräsentation von ICO-Gründer Prof. Hans Hollerweger im LINZER Priesterseminar

 

Am 8. Februar fand im Priesterseminar in Linz die Präsentation des neuen Buches "Erlebtes im Tur Abdin" von Prof. Hans Hollerweger statt:

 

ICO-Gründer Hollerweger hat mit 93 Jahren nochmals ein Buch über jene Gegend in der Südosttürkei verfasst, in der die letzten syrisch-orthodoxen Christen leben und die mit einer faszinierenden kulturellen und christlichen Geschichte aufwartet.

 

An der Veranstaltung, zu der die ICO und die Pro Oriente Sektion Linz eingeladen hatten, nahmen u.a. der Linzer Bischof Manfred Scheuer, sein Vorgänger Bischof em. Ludwig Schwarz SDB, der Bischofsvikar für Soziales und Weltkirche und ICO-Obmann Slawomir Dadas und der Obmann der Linzer Sektion der Stiftung PRO ORIENTE, Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer, teil.

 

>> Buch im HCO-Shop bestellen

 

Kathpress-Artikel lesen (Quelle):

Linz: Bischof Scheuer würdigt Orient-Experten Hollerweger


Linz, 09.02.2024 (KAP) "Erlebtes im Tur Abdin" heißt das neue Buch von Prof. Hans Hollerweger, in dem der Gründer der "Initiative Christlicher Orient" (ICO) über jene Gegend in der Südosttürkei berichtet, die auf eine fast 2.000-jährige christliche Geschichte zurückblickt, heute aber nur noch von wenigen Christen bewohnt wird und weitgehend unbekannt ist. Am Donnerstagabend wurde das Buch im Linzer Priesterseminar präsentiert. Der Linzer Bischof Manfred Scheuer, der Obmann der Linzer Sektion der Stiftung Pro Oriente, Landeshauptmann a.D. Josef Pühringer, und Bischofsvikar und ICO-Obmann Slawomir Dadas, würdigten in ihren Grußworten die Verdienste Hollerwegers für die Christen im Orient; ebenso wie für die Diözese Linz.


Der Tur Abdin ist das einstige Kerngebiet der Syrisch-orthodoxen Kirche. Es beherbergt Klöster und Kirchen, die bis in die ersten christlichen Jahrhunderte zurückreichen. Um 1900 gab es in der Region noch 200.000 Christinnen und Christen, aktuell sind es nur mehr rund 2.500.

Hans Hollerweger habe im gesamten Orient "Netzwerke des Glaubens, der Freundschaft und der Solidarität geknüpft", würdigte Bischof Scheuer "Father Hans", wie Hollerweger vor Ort genannt wird. Der Orient-Experte habe den Christen im Orient durch Wort und Tat das Gefühl vermittelt, nicht vergessen zu sein, sagte Scheuer.

Der Salzburger Ostkirchenexperte Prof. Dietmar Winkler fasste in einem Vortrag die publizistische Tätigkeit Hollerwegers zusammen, der bislang fünf Bücher über den christlichen Orient veröffentlichte. Der Orient, dessen christliche Kulturlandschaft, das reiche spirituelle Erbe und die Vielfalt der Traditionen hätten den früheren Linzer Liturgiewissenschaftler in den Bann gezogen, so Winkler

Winkler ging auf Hollerwegers erstes Buch "Lebendiges Kulturerbe Tur Abdin" ein, das in drei Auflagen und 12.500 Stück weltweit verbreitet ist und als - vergriffenes - Standardwerk über den Tur Abdin gilt. Mit seinen weiteren Büchern versuchte Hollerweger stets, den scheinbar fernen Nahen Osten nahe zu bringen, und Brücken zwischen Ost und West zu bauen. Der Bilderreichtum Hollerwegers Publikationen visualisierte das Leben und die reiche Kultur des christlichen Orients. Diese Vermittlung des christlichen Orients habe keinesfalls nur dokumentarischen Wert, sondern sei grundlegend notwendig, "denn die westliche Christenheit wäre ohne den Osten lediglich ein amputierter Teil der Kirche, getrennt von seiner Wurzel", so Winkler. Die Bücher hätten zudem einen bedeutenden dokumentarischen Wert über eine Welt des gefährdeten christlichen Kulturgutes.

In seinen Dankesworten sagte Hollerweger, dass ihm der Weg in den Orient als völlig ungeplant erschien. Er erinnerte an jene Freunde und Weggefährten im Orient, die zu Märtyrern ihres Glaubens geworden sind; darunter Mar Gregorius Yohanna Ibrahim, den Erzbischof von Aleppo, und Paolo Dall'Oglio, den Gründer der Gemeinschaft von Mar Musa in Syrien.

Kerngebiet der Syrisch-orthodoxen Kirche

Im Tur Abdin haben die Aktivitäten der ICO Mitte/Ende der 1980er-Jahre ihren Anfang genommen. Hollerweger schildet in seinem neuen Buch neben einigen bereits bekannten Episoden auch bislang nicht veröffentlichte Ereignisse bei seinen zahlreichen Besuchen im Tur Abdin. Er berichtet von verbotenen Besuchen in Miden und im Kloster Mor Yakob, Begegnungen mit der Polizei und dem Geheimdienst, über den misstrauischen Abt des Klosters Mor Malke, über österliches Brauchtum, Nächte im "1.000-Sterne-Hotel", unersetzliche Großmütter, Jugendliturgien oder seinen Ärger über zu viel westlichen Einfluss in den syrisch-orthodoxen Kirchen.

Unter den Gästen und Gratulanten waren u. a. auch der emeritierte Linzer Bischof Ludwig Schwarz, die Generaloberin der Marienschwestern vom Karmel Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl und der Rektor der Katholischen Privat-Universität Linz Christoph Niemand.

 

 


Gute Verpflegung in syrischem Altenheim

Berührendes VIDEO:

Fotogalerie:


In der griechisch-orthodoxen Pfarre in der Ortschaft Al-Mouzineh in der syrischen Region Wadi Al-Nassara, dem "Tal der Christen" unterstützt die ICO das pfarrliche Altenheim, das 32 bedürftige und zumeist alleinstehende alte Menschen beherbergt.

 

Mit 1.000 € im Monat ermöglicht es die ICO, diese Menschen trotz der so überaus schwierigen Rahmenbedingungen im Land und der hohen Kosten für Lebensmittel gut zu verpflegen und zu versorgen.

 

Aufgrund des großen Bedarfs plant die Pfarre bereits die Vergrößerung des Heims, um in naher Zukunft zusätzliche Menschen aufnehmen zu können.


Kerosin-Verteilung im Nordirak

 

Nachdem der sehr aktive chaldäische Pfarrer von Enishke im Nordirak, Samir Youssif, bereits im Jänner dank Spenden der ICO eine Verteilung von Heizmaterial an die jesidischen Flüchtlinge in einem Vertriebenen-Camp in der Nähe von Enishke organisiert hatte, folgte Anfang Februar eine weitere, von der ICO mit 9.000 € finanzierte, Verteilung von je 200 Litern Kerosin an syrische Kriegsflüchtlinge sowie an bedürftige einheimische Familien in den Dörfern Enishke, Benatha, Araden und Hamzi, die alle zum Pfarrgebiet von Samir Youssif gehören.

 

Die an mehreren Tagen stattfindende Verteilung erfolgte teilweise bei Schneetreiben und großer Kälte, weshalb die Freude der Familien über diese hochwillkommene Hilfe natürlich groß war.

 


Einweihung in Beirut

 

Vor kurzem fand in der libanesischen Hauptstadt Beirut die feierliche Einweihung eines neuen Gebäudes statt, in dem nunmehr die vom maronitischen Pfarrer Hany Tawk gegründete Sozialküche "Cuisine de Marie" (Marienküche) eine neue, dauerhafte Bleibe gefunden hat. Bislang war diese in einer leerstehenden, baufälligen Lagerhalle untergebracht gewesen.

 

Die Errichtung des neuen Gebäudes ist ganz wesentlich vom ICO-Partner Œuvre d'Orient und Spenden aus Frankreich unterstützt worden, während der laufende Betrieb (insbesondere der Einkauf der täglich in großen Mengen benötigten Lebensmittel) ganz wesentlich von der ICO unterstützt wird (erst kürzlich wurde wieder ein Betrag in Höhe von 40.000 € für die kommenden 6 Monate bewilligt).

 

Mehr als 1.200 warme Mahlzeiten werden hier täglich frisch zubereitet und einerseits vor Ort an Hilfe Suchende ausgegeben sowie andererseits auch über lokale Pfarren an Bedürftige verteilt.

 

Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem freudigen Anlass und wünschen Pfarrer Hany Tawk und seinem ganzen Team auch weiterhin recht viel Erfolg!


Neuer Spendenrekord 2023

Quelle: Kathpress.at

 

Linz: Nahost-Hilfswerk ICO mit neuem Spendenrekord

 

1,6 Millionen Euro an Spenden wurden der "Initiative Christlicher Orient" 2023 anvertraut - Rund 90 Hilfsprojekte in Syrien, Irak, Libanon und weiteren Ländern - Kardinal Schönborn ruft zur verstärkten Unterstützung der Not leidenden Bevölkerung im Nahen Osten auf

Linz, 25.01.2024 (KAP)

 

Mit einem neuen Spendenrekord für das Jahr 2023 kann die "Initiative Christlicher Orient" (ICO) aufwarten. Etwas über 1,6 Millionen Euro haben die Spenderinnen und Spender der ICO anvertraut, wie Geschäftsführerin Michlin Alkhalil am Donnerstag gegenüber Kathpress mitteilte. Die ICO habe damit im vergangenen Jahr exakt 89 Hilfsprojekte umsetzen können.

Die meisten Projekte wurden in Syrien, im Libanon und im Irak abgewickelt, einige auch in Palästina und in der Türkei. Die ICO betreibt derzeit etwa eine Suppenküche in der libanesischen Hauptstadt Beirut sowie eine in der nordsyrischen Metropole Aleppo. Im Nordirak, im Libanon und in Syrien ist die ICO auch im Rahmen eines Winternothilfeprogramms aktiv. Kinder werden mit warmer Bekleidung ausgestattet, verarmte Familien werden mit Heizöl versorgt, damit sie durch den Winter kommen. Ein besonderer Fokus lag im vergangenen Jahr auch auf der Hilfe für die Opfer des verheerenden Erdbebens im Februar 2023 in Syrien und in der Türkei.

Im Libanon, wo es - wie auch in Syrien - so gut wie keinen öffentlichen Strom mehr gibt - finanziert die ICO derzeit viele Fotovoltaik-Projekte in kirchlichen Schulen und hilft bei der Anschaffung von Diesel für die Notstromaggregate. Zudem übernimmt die ICO für unzählige Kinder das Schulgeld.

"Not der Menschen muss uns berühren"

Kardinal Christoph Schönborn hat in der aktuellen Ausgabe des ICO-Magazins (Jänner 2024) zur verstärkten Hilfe für die Menschen im Nahen Osten aufgerufen. Wörtlich betonte er in seinem Grußwort: "Das Leid und die Not der Menschen im Nahen Osten müssen uns berühren. Aus vielen persönlichen Begegnungen und Freundschaften weiß ich, wie wichtig diese für die Menschen vor Ort sind, damit sie das Gefühl haben, nicht vergessen zu sein. Und wie wichtig es auch ist, immer wieder für sie die Stimme zu erheben und für sie einzutreten."

Der Kardinal nahm auch die Christen im Orient in den Blick. Die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort seien oft unglaublich schwer. Umso beeindruckender habe er stets ihr Glaubens- und Lebenszeugnis erlebt. Schönborn: "Die kleinen christlichen Gemeinschaften, die in der Nahost-Region über einen vielfältigen Reichtum an kirchlichen, sprachlichen und kulturellen Traditionen verfügen, haben eine wichtige Aufgabe, die Gesellschaft zum Wohl aller Menschen mitzugestalten. Deshalb ist es auch so notwendig, die Menschen vor Ort zu unterstützen, damit sie in ihrer Heimat bleiben können."

Buchpräsentation in Linz

Am 8. Februar lädt die ICO gemeinsam mit der Diözese Linz und der Linzer "Pro Oriente"-Sektion zur Präsentation des neuen Buches "Erlebtes im Tur Abdin" von Prof. Hans Hollerweger ein. Der Gründer und Ehrenobmann der ICO hat mit seinen 93 Jahren nochmals ein Buch über jene Gegend in der Südosttürkei verfasst, die das Kernland des syrisch-orthodoxen Christentums ist, in der aber nur mehr wenige Christen verblieben sind. Mit dabei sind am 8. Februar im Linzer Priesterseminar (Harrachstraße 7) neben dem Autor u.a. der Linzer Bischof Manfred Scheuer, der Obmann der Linzer Sektion von Pro Oriente, Altlandeshauptmann Josef Pühringer, und Bischofsvikar und ICO-Obmann Slawomir Dadas.

 

Quelle: Kathpress.at

 

 

 

 


Winternothilfe in Syrien


In Syrien fanden in der griechisch-orthodoxen Pfarre in der zentralsyrischen Ortschaft Al-Mouzineh (in der Region „Wadi Al-Nassara“, dem „Tal der Christen“) am 10., am 13., am 16. sowie am 17. Jänner Verteilungen statt, bei denen insgesamt 140 bedürftige Familien aus der Pfarre je 100 Liter Heizöl erhielten – in Syrien ist es in der aktuellen Situation eine gewaltige Herausforderung, diese Menge zu sichern, weshalb die Freude der Beschenkte sehr groß war. Die ICO stellte dafür 15.000 € zur Verfügung, der Rest war eine Eigenleistung der Pfarre.

 

Darüber hinaus konnten auch in Aleppo von der syrisch-orthodoxen Kirche 250 Familien (Alte, Kranke, Familien mit beeinträchtigten Angehörigen sowie Opfer des Erdbebens vom Vorjahr) mit jeweils 100 Liter Heizöl versorgt werden. Dafür stellte die ICO einen Betrag in Höhe von 20.000 € zur Verfügung.

 

Mit einem weiteren Betrag von 6.000 € ermöglichte die ICO in der Kleinstadt Sadad (in der Nähe von Homs) außerdem die Ausstattung von 120 Jugendlichen mit Winterbekleidung durch die Jugendgruppe „Shabab for ever“ der syrisch-orthodoxen Kirche. 

 


Winternothilfe im Nordirak

Im Nordirak, wo es dzt. bitter kalt ist und auch viel schneit, konnte die ICO im Rahmen der Winternothilfe unzähligen Menschen zu einer warmen Behausung verhelfen:

In der Diözese Zakho erhöhte sich die Zahl jener Familien, die je 70 Liter Kerosin zum Heizen erhielten (wir haben schon im Jänner-Newsletter darüber berichtet), auf 1.058 (!) – dieses Projekt konnte somit erfolgreich abgeschlossen werden.

 

Erst vor kurzem verteilte unser langjähriger Projektpartner Samir Youssif, der chaldäische Pfarrer von Enishke, 28.000 Liter Kerosin an alle 350 jesidische Familien in einem Lager für Inlandsvertriebene in der Nähe seiner Pfarre
Bei den Menschen in diesem Lager (das erst vor einigen Monaten von einer Delegation der ICO besucht worden war) handelt es sich um Überlebende des versuchten Genozids des IS an der religiösen Minderheit der Jesiden, die aufgrund mangelnder Sicherheit und Stabilität noch nicht in ihre angestammte Heimat im Sindschar-Gebirge zurückkehren konnten und nun schon seit Jahren unter armseligen Bedingungen in diesem Lager leben. Finanziert wurde diese Verteilung im Lager durch einen Beitrag der ICO (über die Pfarre Enishke) in Höhe von 15.000 €.

 



BUCHPRÄSENTATION "Erlebtes im Tur Abdin" mit AUTOR Prof. Hans Hollerweger

08. Februar 2024, 18:00 Uhr im Linzer Priesterseminar

 

Die ICO und die Linzer PRO ORIENTE-Sektion laden am Donnerstag, 8. Februar 2024 zur Präsentation des neuen Buches von Prof. Hans Hollerweger „Erlebtes im Tur Abdin“.

 

Die Buchpräsentation findet im Linzer Priesterseminar (Harrachstraße 7, 4020 Linz) um 18 Uhr statt. Der Autor selbst wird – wenige Tage vor seinem 94. Geburtstag! – sein Buch selbst vorstellen.

 

Grußworte werden Bischof Manfred Scheuer, der OÖ-Landeshauptmann a.D. und PRO ORIENTE-Obmann Josef Pühringer und ICO-Obmann Slawomir Dadas sprechen.

 

Details zum neuen Buch:

Prof. Hollerweger berichtet in seinem neuen Buch von verbotenen Besuchen in Miden und im Kloster Mor Yakob, erzählt über Begegnungen mit der Polizei und dem Geheimdienst, über den misstrauischen Abt des Klosters Mor Malke, über österliches Brauchtum, Nächte im „1.000-Sterne-Hotel“, unersetzliche Großmütter, Jugendliturgien oder auch seinen Ärger über zu viel westlichen Einfluss in den syrisch-orthodoxen Kirchen. Wie immer bei Hollerweger-Büchern tragen die vielen Fotos, die der Autor alle selbst geschossen hat, ganz wesentlich zum Lesevergnügen bei. Nicht wenige davon hat der Autor hier erstmals veröffentlicht.

 

Hans Hollerweger: Erlebtes im Tur Abdin. Mit einem Vorwort von Erzbischof Timotheos Samuel Aktas. Initiative Christlicher Orient, Linz, 2023.

Das Buch ist zum Preis von 15 Euro im HCO-Shop online erhältlich und selbstverständlich auch bei der Buchpräsentation erhältlich.

 



Weihnachtsgrüße aus Aleppo

Die von den Franziskanern geleitete Pfarre St. Franziskus in Aleppo ist seit vielen Jahren ein bewährter und wichtiger Partner der ICO bei der Umsetzung zahlreicher wichtiger Projekte. Wir haben uns deshalb besonders über die Weihnachtswünsche von P. Bahjat, dem Pfarrer von St. Franziskus, gefreut.


Weihnachtsaktionen in syrischen Pfarren

Dank der Finanzierung durch die ICO konnten kurz vor Weihnachten auch in zwei Partner-Pfarren der ICO in Syrien große Weihnachtsaktionen durchgeführt werden:

 

in der römisch-katholischen Pfarre St. Franziskus in Aleppo sowie in der griechisch-orthodoxen Pfarre im zentralsyrischen Al-Mouzineh wurden hunderte Kinder und Jugendliche mit warmer Winterbekleidung und Winterschuhen ausgestattet.

 

Aus Mitteln der Winterhothilfe-Kampagne stellte die ICO der Pfarre St. Franziskus einen Betrag von 47.000 € für die Einkleidung von 1.130 (!) Kindern zur Verfügung, der Pfarre in Al-Mouzineh einen Betrag von 18.000 € für 300 Kinder.

 

Aufgrund der großen Zahl der Kinder war die Verteilung in Al-Mouzineh auf drei Tage aufgeteilt, in Aleppo sogar auf eine ganze Woche. Die Freude bei den Beschenkten war natürlich riesig und die beiden Pfarren danken allen Spenderinnen und Spendern der ICO sehr herzlich für diese großartige Unterstützung.

 

1. Fotogalerie und VIDEO der Weihnachtsaktion aus Aleppo:


2. Fotogalerie und VIDEO der Weihnachtsaktion aus Al-Mouzineh:



Bekleidung für Inlandsvertriebene in Syrien

Während die primäre Zielgruppe der Verteilungen in den beiden syrischen Pfarren lokale christliche Kinder und Jugendliche aller Konfessionen waren, erhielten bei einer weiteren von der ICO finanzierten Kleiderverteilung im zentralsyrischen Masskaneh 85 muslimische Familien (insg. 340 Personen) Bekleidung von der syrisch-katholischen Erzdiözese Homs.

 

Bei diesen Familien handelte es sich um Inlandsvertriebene, die vor den Kriegsereignissen in anderen Regionen des Landes hierher geflohen waren und jetzt in Masskaneh provisorisch in Hütten, Zelten oder Baracken unter primitiven Umständen hausen und in großer Not sind.

 

 


Sozialmarkt im Nordirak

Die ganze Woche vor Weihnachten organisierte die chaldäische Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan mit finanzieller Unterstützung durch die ICO (6.500 €) einen Sozialmarkt im großen Saal des Pfarrzentrums, in dessen Rahmen sich bedürftige Familien für die Feiertage mit vielerlei Lebensmitteln zu stark vergünstigten Preisen eindecken konnten.

 

Ca. 1.000 Personen aus sieben Ortschaften der Region nahmen dieses Unterstützungsangebot wahr. Dieser Sozialmarkt geht auf eine Initiative unseres langjährigen Projektpartners Samir Youssif, des Pfarrers von Eniskhe, zurück und ersetzt die früher übliche Verteilung von Lebensmittelpaketen.

 

Während zuvor jede unterstützte Familie ein standardisiertes Paket erhielt, können sich die Betroffenen im Sozialmarkt genau jene Produkte aussuchen, die sie auch wirklich benötigen und diese mit ihrem eigenen Geld zu stark reduzierten Preisen erwerben.

Hinweis: Unterhalb der Fotogalerie finden Sie auch drei VIDEOS zum Sozialmarkt in Enishke!

 

 

 

VIDEOS - Sozialmarkt in Enishke (Dezember 2023):



Kerosin zum Heizen für bedürftige Familien

In der nordirakischen Diözese Zakho war Daniel Zuhair, der lokale Delegierte der ICO, zu Jahresbeginn tagelang damit beschäftigt, je 70 Liter Kerosin zum Heizen an mehr als 850 bedürftige Familien in der Stadt Zakho und mehr als 15 verschiedenen Dörfern in der ganzen Diözese zu verteilen.

 

Die ICO stellte für dieses Projekt im Rahmen der Winternothilfe einen Betrag in Höhe von 34.415 € zur Verfügung.

 

Die Verteilung des Heizmaterials erfolgte gerade zum richtigen Zeitpunkt, da es in der Region dzt. sehr kalt ist, weshalb die Familien sehr erfreut und erleichtert über diese Unterstützung waren.

 

 


Heizöl für Schule und Internat im Libanon

Marie Ghia, die Internatsleiterin der Schule St. Josef der Barmherzigen Schwestern in Ajeltoun/Libanon, richtete Ende 2023 einen Appell mit der Bitte um Hilfe für den Ankauf von Heizöl an die ICO und ihre Spenderinnen und Spender.

 

Das für die Schule und das Internat in Ajeltoun benötigte Heizöl wurde zwar vor wenigen Tagen geliefert (die ICO stellte hierfür einen Betrag in Höhe von 15.000 € zur Verfügung), jedoch steht dieser Hilferuf stellvertretend auch für viele andere Sozialinstitutionen im Libanon, die aktuell dringend Heizöl benötigen, weshalb jede Spende für die ICO-Winternothilfe nach wie vor höchst willkommen ist.

 

 


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