Aktuelles - News

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Papstreise in den Irak

Der für den 5. bis 8. März 2021 geplante Besuch von Papst Franziskus im Irak, ist ein wichtiges Zeichen für alle Christen im Orient. Es wird ein historischer Besuch sein, denn es war noch nie ein Papst im Irak. Wir haben unsere Projektpartner im Irak gefragt, was dieser Besuch für sie bedeutet und haben viele Rückmeldungen erhalten. Allen gemeinsam war die Antwort, dass der Papstbesuch nicht nur für die Christen, sondern für die gesamte irakische Bevölkerung ein Zeichen des Friedens, der Hoffnung und für eine Zukunft mit mehr Sicherheit sei. Viele deutschsprachige Medien haben im Vorfeld zur Papstreise unsere Partnerstimmen in der Berichterstattung aufgenommen. Hier finden Sie einige davon:

 

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1993697

 

 

https://www.oe24.at/newsfeed/papst-im-irak-was-sich-die-christen-vom-besuch-erhoffen/466387962

 

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1990792/

 

 

https://www.kathpress.at/goto/dossier/1990591/

 

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1990596/

 


Zur Lage in Syrien

P. Ibrahim Alsabagh und sein Team von den FranziskanerInnen ist ein langjähriger Projektpartner der ICO. In seinem Fastenbrief berichtet er über die unvorstellbar Lage in Syrien, in Aleppo. Lesen Sie mehr. Danke an die Kathpress, die darüber berichtet.

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Letter of fr Ibrahim for the Lent.pdf
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https://www.kathpress.at/goto/meldung/1992305/

 


Winternothilfe in Kurdistan

Heizöl-Verteilung in Zakho

 In der Stadt Zakho in der nordirakischen Region Kurdistan verteilte Daniel Zuhair, der lokale Delegierte der ICO, im Zeitraum vom 4. bis 8. Februar 2021 Heizöl an 404 bedürftige Familien. Jede Familie erhielt 100 Liter, die zumeist mit einem Tankwagen direkt nach Hause geliefert wurden. Nur weiter entfernt wohnende Familien mieteten oft zusammen einen Pick-up, um ihre Rationen gemeinsam abzuholen. Die ICO finanzierte diese Verteilung mit einem Betrag von 12.000 € im Rahmen ihrer Winternothilfe. Der lokale chaldäisch-katholische Bischof Felix Al Shabi und die unterstützten Familien danken den Spenderinnen und Spendern der ICO sehr herzlich für diese wertvolle Hilfe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

 


Winternothilfe für Enishke

In der von der ICO bereits seit langem unterstützten chaldäisch-katholischen Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan wurden Mitte Dezember je 200 Liter Heizöl an 60 bedürftige Familien, darunter auch im Ort lebende syrische Flüchtlingsfamilien, verteilt. Weitere 15 Familien sollen in den nächsten Tagen auch noch bedacht werden. Die Verhältnisse in Enishke sind dzt. (Ende Jänner) recht winterlich – es liegt Schnee und ist sehr kalt. Deshalb freut sich der sehr rührige Pfarrer von Enishke, Pfarrer Samir Yousif, sehr über diese Unterstützung im Rahmen der ICO-Winternothilfe und dankt allen Spenderinnen und Spendern in Österreich sehr herzlich.

 



Hilfe für jugendliche Binnenvertriebene in Latakia

In der von zehntausenden Vertriebenen oder aus anderen Landesteilen Geflohenen völlig überfüllten syrischen Küstenstadt Latakia ermöglicht die ICO ein wichtiges Projekt der lokalen NGO „People of Mercy“. Dabei geht es darum, 150 Jugendlichen die Chance auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Diese Jugendlichen haben aufgrund des Krieges, von Flucht oder Vertreibung seit Jahren keine Schule mehr besucht und sind inzwischen zu alt, um noch in den regulären Schulbetrieb integriert zu werden. Zunehmende Kinderarbeit und die frühe Verheiratung von Mädchen sind deshalb oft die Folge. Um dagegen anzukämpfen, wird für sie ein intensiver Förder- bzw. Nachhilfeunterricht organisiert, damit sie zumindest einen Teil des verpassten schulischen Wissens kompakt nachholen können. Die Jugendlichen sollen so zumindest durch Alphabetisierungskurse Lesen und Schreiben sowie Grundkenntnisse in Mathematik vermittelt bekommen. Außerdem lernen die Jugendlichen auch handwerkliche Fähigkeiten, basteln, spielen Theater und bei Bedarf wird auch eine psychologische Betreuung angeboten. Das Projekt nutzt die Räumlichkeiten der maronitischen Pfarre von Latakia als Projektstandort. Die ICO dankt der AKV, der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände, für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes.

 



Einweihung in Baskinta

Der Vormittag des 15. Dezember 2020 war ein Freudentag für die ICO, konnte doch an diesem Tag der von der ICO vollständig renovierte, modernisierte und mit Material und Spielgeräten neu ausgestattete Kindergarten in der Schule St. Vinzenz der Schwestern von Besançon in der Ortschaft Baskinta im Libanongebirge eingeweiht werden. Die Einweihung hätte eigentlich bereits früher stattfinden sollen, musste dann aber Corona bedingt wegen eines landesweiten Lockdowns im Libanon auf Mitte Dezember verschoben werden. Oberin Sr. Marie Harika konnte zu diesem freudigen Anlass den österreichischen Botschafter im Libanon, Dr. René Paul Amry, begrüßen. Er nahm in Vertretung der ICO an einem von den Kindern vorbereiteten Fest teil, enthüllte eine Gedenktafel und besuchte die Kinder in ihren jetzt sehr schönen und freundlichen Klassenzimmern, wo diese stolz das pädagogische Material und die Spielgeräte präsentierten, die im Rahmen des Projektes angeschafft worden waren.

 

Dieses Projekt im Gesamtumfang von 30.000 € war nur möglich dank des großen Engagements der Initiative "Zukunft für den Libanon" aus der Pfarre Koppl/Slbg., die 12.000 € aufbrachte und das Projekt auch bei der Salzburger Landesregierung einreichte, was einen zusätzlichen Förderbeitrag in Höhe von 18.000 € erbrachte.

So sehen die ersten Klassen nach der erfolgten Renovierung aus. Sehen Sie ebenso Bilder von der feierlichen Eröffnung durch den österreichischen Botschafter im Libanon, Dr. Amry.

 

Die ICO dankt allen Geldgebern sehr herzlich für ihr Engagement. Angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Lage im Libanon hätten die Schwestern dieses wichtige Projekt niemals aus eigener Kraft realisieren können.



Die ICO dankt besonders der oberösterreichischen Landesregierung, die mit knapp 78.000 € einen ganz wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieses Projektes geleistet hat. Weitere wichtige Spender waren die Diözese Linz mit 35.000 €, weiters die Missionsstelle der Diözese Linz mit 10.000 €, die Barmherzigen Schwestern aus Paderborn mit 11.000 €, die Gumpendorfer Schwestern aus Wien mit 10.000 € sowie das Stift St. Peter aus Salzburg ebenfalls mit 10.000 €. Außerdem stellte ein privater Großspender aus Salzburg 25.000 € für das Projekt zur Verfügung. Dazu kommen natürlich noch viele kleinere Spenden und Beiträge.

Wiederaubau St. Charles ist abgeschlossen

Im Dezember 2020 konnte nach intensiven Bemühungen eines der größten Einzelprojekte in der Geschichte der ICO zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden: Bei der schrecklichen Explosionskatastrophe im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut am 4. August 2020 war auch das Haus St. Charles der Barmherzigen Schwestern im Stadtteil Achrafieh, ein Kinderheim für 40 Mädchen mit angeschlossener Schule für über 650 Kinder, arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Dank zahlreicher Spenden und finanzieller Beteiligungen von vielen Seiten konnte diese wichtige Einrichtung im Rahmen eines österreichischen Leuchtturmprojektes in relativ kurzer Zeit vollständig repariert werden. Leider ermöglicht die aktuell besonders dramatische Corona-Situation im Land noch nicht die Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebes, aber bereits im Dezember konnten die Schüler zumindest schon für die schriftlichen Prüfungen in ihre inzwischen reparierten Klassenzimmer zurückkehren. Und sobald wieder ein regulärer Schulbetrieb möglich ist (frühestens ab Februar), werden die Kinder in St. Charles wieder am Präsenzunterricht teilnehmen können, während viele andere Beiruter Schüler dann noch weiter dem Online-Unterricht folgen müssen, da viele andere betroffene Schulen in der Region noch nicht vollständig wiederhergestellt werden konnten. Oberin Sr. Marie-Madeleine Boustany ist berührt über die großartige Unterstützung aus Österreich und freut sich darüber, dass die internen Mädchen bald wieder ein sicheres Dach über den Kopf haben und hunderte Kinder Zugang zum Präsenz-Unterricht haben werden.



Lebensmittelverteilung in Aleppo

In der vom Krieg zerstörten und leidgeprüften Stadt Aleppo unterstützt die ICO bereits seit längerem ein Hilfsprogramm der Ordensgemeinschaft der Blauen Maristen, das psychologische Unterstützung für vom Krieg traumatisierte Personen anbietet ("SEEDS"). Aufgrund des Währungsverlustes der syrischen Währung gab es am Ende der letzten Projektphase noch eine größere Summe, die nicht für die Projektumsetzung benötigt worden war. Die ICO willigte deshalb ein, dass dieser Restbetrag dafür verwendet werden kann, um die bedürftigen Familien jener Personen, die im Rahmen des SEEDS-Projektes betreut werden, mit Lebensmitteln zu unterstützten. Das Generalat des Ordens steuerte auch eine Summe bei, wodurch es noch vor Weihnachten möglich war, Lebensmittelpakete an 671 Familien zu verteilen. Der Inhalt der Pakete für größere Familien: 4 kg Spaghetti, 2 kg Tomatenmark, 4 kg Zucker, 2 Liter Olivenöl, 4 Liter Öl zum Kochen, 2 kg Käse und 2 Gutscheine für je 1 kg Fleisch. Die Zuteilung für kleinere Familien war entsprechend etwas reduziert.

 



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Pfarrblatt-03-20-Enishke.pdf
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Pfarrpatenschaften Österreich – Kurdistan

 Über Vermittlung der ICO unterstützt die Pfarre Ober St. Veit in Wien bereits seit längerem die chaldäisch-katholische Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan im Rahmen einer Pfarr-Partnerschaft. Immer wieder wird im Jahreslauf über die Situation in Enishke berichtet und auch für dringende Anliegen in der Partner-Pfarre gesammelt. Diese Mittel werden dann über die ICO weitergeleitet. In erster Linie wird die Ausbildung einiger Studentinnen und Studenten (dzt. 7) aus der Pfarre Enishke unterstützt, die in der nächstgelegen Stadt, in Dohuk, Universitäten bzw. Hochschulen besuchen. Da auch in Kurdistan wegen der Pandemie der Präsenz-Unterricht durch Online-Vorlesungen ersetzt werden musste, war der sehr aktive und dynamische Pfarrer von Enishke, Pater Samir Yousif, sehr froh, dass er mit finanzieller Unterstützung seiner Partner-Pfarre in Österreich günstige Laptops für einige dieser Studenten ankaufen konnte, die selbst keinen Computer besaßen und sich keinen leisten konnten, damit diese dem Online-Unterricht folgen und somit ihre Ausbildung fortsetzen können. Außerdem unterstützten die Spender aus Ober St. Veit auch die Verteilung von Lebensmittelpaketen an bedürftige Familien (darunter auch Flüchtlingsfamilien aus Syrien), die Pater Samir kurz vor Weihnachten in Enishke organisierte.

 

Inzwischen ist erfreulicherweise auch eine zweite österreichische Pfarre diesem positiven Beispiel gefolgt und so ist seit 2020 die Pfarre Herzogenburg in Niederösterreich in Verbindung mit der chaldäisch-katholischen Pfarre Telskof in der Ninive-Ebene im Nordirak. Es handelt sich hierbei um eine Ortschaft, die in die Hand der Terroristen des IS gefallen war. Erst nach deren Vertreibung konnte eine langsame Rückkehr der geflohenen christlichen Bewohner erfolgen, die bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen ist, und mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Wichtig sind jetzt nach dem weitgehenden Wiederaufbau der Infrastruktur – vor allem Einkommen schaffende Projekte für die Rückkehrer. Hier hat die Pfarre Herzogenburg als erstes Projekt die Errichtung eines Gewächshauses für ein landwirtschaftliches Projekt mitfinanziert, dessen Bau erst kürzlich abgeschlossen werden konnte.

 

Es wäre schön, wenn auch andere Pfarren dem Beispiel von Ober St. Veit und Herzogenburg folgen könnten.



Neues Zentrum für Kinder mit Beeinträchtigung

In der Ortschaft Mesherfeh in der syrischen Region Homs konnte im November 2020 nach langen, schwierigen Corona-bedingten Startschwierigkeiten endlich ein mit finanzieller Unterstützung der ICO geschaffenes neues Zentrum für Kinder mit geistiger Beeinträchtigung eröffnet werden. Es trägt den Namen Bethania. Ein altes Gebäude wurde angemietet und in der Folge renoviert, adaptiert und ausgestattet. Heute werden hier bereits 12-15 Kinder regelmäßig betreut - diese Zahl soll nach und nach auf über 30 erhöht werden.

 



Information Christlicher Orient - Heft 82, Jänner 2021

 In der neuen Ausgabe lesen Sie u.a.