Aktuelles - News

Aktuelles von der ICO und unseren Netzwerkpartnern


Aktuelles und News ganz bequem per ICO-Newsletter erhalten?



Sommeraktivitäten 2021 für Kinder und Jugendliche

 Die Schulferien im Sommer sind die Zeit, wo die ICO traditionell Ferienaktivitäten verschiedener lokaler Partner im Nahen Osten für Kinder und Jugendliche finanziell unterstützt und in vielen Fällen erst ermöglicht. In Syrien haben Anfang Juni 2021 bereits die Sommerferien begonnen, weshalb hier die ersten derartigen Aktivitäten schon begonnen haben. In der vom Krieg so schwer betroffenen Stadt Aleppo finanziert die ICO – wie bereits im Vorjahr – mit 20.000 € ein vielfältiges, interessantes und abwechslungsreiches Programm für insg. 750 Kinder und Jugendliche, das von der katholischen Pfarre St. Francis organisiert wird. Das Programm hat am 6. Juni begonnen und wird bis zum 18. Juli dauern. Jeden Tag nehmen 300 Kinder am Programm teil – während 150 Kinder an Aktivitäten im Pfarrzentrum teilnehmen, haben die anderen 150 ein Programm im Freien und das nächste Mal wird gewechselt. Jedes Kind nimmt an zwei Tagen pro Woche teil. Das Angebot umfasst Bewegungsspiele, sportliche Aktivitäten, Gruppenarbeiten zu verschiedenen Themen, Basteln und Malen ebenso wie Ausflüge und Exkursionen. Die Kinder und Jugendlichen, die durch die Kriegsereignisse der vergangenen Jahre so viel Not, Angst, Leid und Schrecken erlebt haben, sollen jetzt einfach nur eine unbeschwerte Zeit verbringen können. Das Programm findet jeweils am Vormittag teil und endet mit einem gemeinsamen Mittagessen. Bei dessen Zubereitung helfen immer auch einige der Eltern auf freiwilliger Basis mit. Am Nachmittag nehmen dann viele der Kinder an dem ebenfalls von der ICO finanzierten schulischen Förderunterricht teil („St. Francis After School Center“), mit dem die Lücken und Defizite aus der Zeit des Corona-Lockdowns ausgeglichen werden sollen.

 

Erstmals wird heuer auch in der zentralsyrischen Region Homs in den Pfarren Masskaneh und Toumine von der syrisch-katholischen Kirche ein ähnliches Programm angeboten, das sogar von Juni bis August (also drei Monate lang) dauert und von der ICO mit je knapp 5.000 € finanziert wird. In jeder Pfarre nehmen mehr als 100 Kinder daran teil und erfreuen sich an Sport, Basteln, Musik, Theater und Ausflügen.

 

Die ICO wünscht allen teilnehmenden Kindern und Jugendlichen viel Spaß und Freude!

Aktivitäten in Aleppo

Aktivitäten in Homs/Masskaneh



Erkundungstour des ICO-Delegierten in Kurdistan

Im Mai und Juni 2021 unternahm Daniel Zuhair, der lokale Delegierte der ICO in der nordirakischen Region Kurdistan, eine ausgedehnte Erkundungstour durch die christlichen Dörfer rund um die Stadt Zakho. Ziel war es, einerseits die vielfältigen in den vergangenen Jahren von der ICO in diesen Dörfern finanzierten Hilfsprojekte wieder einmal zu besuchen und sich ein Bild von der aktuellen Situation vor Ort zu verschaffen. Darüber hinaus wollte er mehr über die drängendsten Probleme und Bedürfnisse der Menschen erfahren, damit neue Hilfsaktivitäten zielgerichtet geplant werden können. Die mit Finanzierung der ICO in den vergangenen Jahren realisierten Projekte decken eine unglaubliche Bandbreite ab: Von der Errichtung von Pfarrhöfen und Pfarrkindergärten sowie deren Ausstattung über die Finanzierung von Bussen für den Schülertransport, den Ankauf von Traktoren für die Landwirtschaft und von Notstromgeneratoren, der Errichtung von Gewächshäusern, der Anlage von Fußballplätzen bis hin zur Verteilung von Schafen, Hühnern, Bienenstöcken an Landwirte und von Nähmaschinen an Frauen. Dazu kommt die oftmalige Verteilung von Lebensmittelpaketen für bedürftige Familien und von Kerosin zum Heizen im Winter.

 

Daniel Zuhair traf bei diesen Besuchen jeweils den örtlichen Pfarrer, den „Mokhtar“ (Bürgermeister oder Dorfvorsteher) sowie Bewohnerinnen und Bewohner des jeweiligen Dorfes, wobei er darauf achtete, dass möglichst alle Altersgruppen vertreten waren, um sich entsprechen Gehör zu verschaffen. Zahlreiche neue Anliegen wurden an ihn in der Hoffnung herangetragen, dass die ICO hier helfend tätig werden möge. Auch hier reichen die Wünsche von diversen Renovierungen über die Reparatur eines Wasserreservoirs bis zum Ankauf von Computern, von der Errichtung eines Kinderspielplatzes über Material und Spielgeräte für Kindergärten bis zum Ankauf von Notstromgeneratoren. Die Auswertung der Ergebnisse und die Priorisierung der Wünsche nach Dringlichkeit und Relevanz wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, aber sicherlich werden heuer noch einige Anliegen umgesetzt und realisiert werden können.



Eine warme Mahlzeit pro Tag

Gemeinsam mit unserem Projektpartner der lateinische (römisch-katholische) Pfarre von Aleppo wollen wir eine Sozialküche ins Leben rufen, um Bedürftigen (alleinstehende Alte, Menschen mit Beinträchtigung, Kranke,..), die nicht selbst kochen können oder es sich nicht leisten können, an sechs Tagen in der Woche eine warme Mahlzeit sichern.

 

Bitte helfen Sie dabei mit!


So berichtet die Wochenzeitung "die Tagespost" in der Ausgabe vom 4. Juni 2021 über unser wichtiges Projekt "Suppenküche Aleppo" in Syrien.

Download
DieTagespostNr22-2021 S7.pdf
Adobe Acrobat Dokument 303.5 KB
Download
Zahlschein gesamt Belichtung_komp.pdf
Adobe Acrobat Dokument 767.2 KB


Chaldäischer Erzbischof von Erbil im Interview zum Papstbesuch

Vielleicht haben Sie ja in der einen oder anderen Weise

den historischen Besuch von Papst Franziskus im Irak

Anfang März dieses Jahres mitverfolgt? Die Visite des Heiligen

Vaters war jedenfalls ein beeindruckendes Ereignis. Wir haben dies zum Anlass genommen unsere Partner und Freunde im Irak zu Wort kommen zu lassen. Den chaldäischen Erzbischof von Erbil, Bischof Warda haben wir um ein Interview gebeteten.

Wie hat er den Papstbesuch erlebt und was könnte das für eine

hoffentlich bessere Zukunft des Irak und seine Menschen

einschließlich der Christen bedeuten? Auf diese und noch mehr Fragen antwortet uns Bischof Warda!

                                                    Lesen Sie hier das vollständige Interview

Download
Samen der Vergebung_Bischof Warda.pdf
Adobe Acrobat Dokument 128.4 KB

https://religion.orf.at/stories/3206597/

https://www.kathpress.at/goto/meldung/2022276/

Information Christlicher Orient - Heft 84, Mai 2021

In der neuen Ausgabe der ICO-Zeitschrift Nr.84/Mai lesen Sie u.a.

 

· Historischer Besuch: 

   Papst Franziskus schenkt den Menschen im Irak Hoffnung,   S.6

 

· Syrien:

   Krieg und Armut: Wie die ICO den Kindern von Aleppo hilft, S.3

 

· Irak:

  Einblicke in die vielfältige jüdische Geschichte des Zweistromlandes S.12

 

· Tur Abdin: 

   Abt Aho droht nach Gerichtsprozesse längere Gefängnisstrafe, S.16

 

 

 


Neues Bäckerei-Projekt mit den Lazaristen im Libanon:

Das Sozialbüro der Lazaristen, seit einiger Zeit ein Projektpartner der ICO, unterstützt bedürftige Familien und alleinstehende alte Menschen in der libanesischen Hauptstadt auf vielfältige Art und Weise. Ein besonders kreatives Projekt stellt die vor einiger Zeit vom Sozialbüro zusammen mit einer Schweizer Stiftung gegründete Bäckerei „Mar Mansour“ (Hl. Vinzenz) dar, die im Beiruter Armenviertel Karm el Zeytoun regelmäßig ca. 500 Bedürftige kostenlos mit Manouche versorgt. Manouche, auch bekannt als Manakish, ist eine Art libanesische Pizza, die – entweder mit Käse überbacken oder mit Zatar, einer orientalischen Gewürzmischung, bestreut – warm zum Frühstück gegessen wird. Die ICO möchte nun die Ausweitung dieses Projektes auf 175 zusätzliche Familien (insg. ca. 400 Personen) in einem anderen Armenviertel der libanesischen Hauptstadt, Nabaa, ermöglichen. So soll die Produktion in der bestehenden Bäckerei ausgeweitet werden und die Pizzen sollen dann mit einem eigenen Moped-Zustellservice zu den Betroffenen nach Hause zugestellt werden. Um dieses Projekt ein Jahr lang finanzieren zu können, wird ein Betrag von 44.000 € benötigt. Die ICO ersucht um Spenden mit dem Kennwort „Libanon - Bäckerei“ für dieses wichtige neue Vorhaben!



Schnaps Brennen für den guten Zweck:

Der sehr dynamische und aktive Pfarrer Rudolf Weberndorfer unterstützt die Arbeit der ICO im Nahen Osten nicht nur durch die von ihm ins Leben gerufenen Solidaritätsgruppen in Koppl und Maishofen, sondern auch auf andere und durchaus kreative Weise. Rudolf Weberndorfer ist nämlich ein passionierter Schnapsbrenner, der für seine Produkte schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Der gesamte und über das Jahr gesehene durchaus beträchtliche Erlös aus seinem Schnapsverkauf kommt zu hundert Prozent sozialen Zwecken zugute, wie die Salzburger Nachrichten ausführlich berichteten. Als ICO freut es uns natürlich ganz besonders, dass der Erlös aus dem Schnapsverkauf von Rudolf Weberndorfer seit einiger Zeit zur Gänze in unsere Hilfsprojekte für benachteiligte Kinder im Libanon fliest. Wir danken Rudolf Weberndorfer sehr herzlich für sein außerordentliches Engagement und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

Download
SN-Artikel Rudi Weberndorfer.pdf
Adobe Acrobat Dokument 281.8 KB


Unterstützung durch die Salzburger Landesregierung:

Der Gesamtumfang für das Projekt in St. Josef beträgt 24.000 € (wobei die Salzburger Landesregierung die Hälfte beisteuern wird) und für das Projekt in Baskinta 28.500 € (wovon die Salzburger Landesregierung 15.000 € beitragen wird). Die ICO bedankt sich bei den beiden Solidaritätsgruppen und der Salzburger Landesregierung sehr herzlich für die wertvolle Unterstützung.

In Salzburg gibt es zwei sehr aktive Initiativen, die die Arbeit der ICO im Libanon tatkräftig unterstützen. Das eine ist die schon seit längerem existierende Solidaritätsgruppe „Zukunft für den Libanon“ aus Koppl, die vom früheren Pfarrer des Ortes, Rudolf Weberndorfer, ins Leben gerufen worden war. Diese Gruppe unterstützt seit ihrer Gründung über die ICO die Schule St. Vinzenz der Schwestern von Besançon in Baskinta im Libanongebirge. Nach seinem Wechsel in den Pfarrverband Glemmtal gründete Rudolf Weberndorfer nach dem Vorbild der Koppler Initiative auch in der Pfarre Maishofen eine neue Selbstbesteuerungsgruppe, die den Namen „Hilfe für Kinder in Nahost“ trägt und die Schule St. Josef der Barmherzigen Schwestern in Ajeltoun unterstützt. Beide Initiativen haben zu Jahresbeginn Projekte über den Entwicklungspolitischen Beirat bei der Salzburger Landesregierung eingebracht, die bei der kürzlich stattgefundenen Frühjahrssitzung des Beirates erfreulicherweise bewilligt wurden. In der Schule St. Josef kann so die Arbeit eines Spezialistenteams mit traumatisierten und verhaltensauffälligen Kindern sowie Kindern mit schulischem Rückstand ein weiteres Jahr fortgesetzt werden. Und in der Schule St. Vinzenz in Baskinta sollen die völlig veraltete Schulbibliothek sowie der Saal für den Biologie-, Physik- und Chemie-Unterricht von Grund auf modernisiert und renoviert werden.



Einweihung der Schmökerecke:

Bereits seit längerem unterstützt die ICO die Jugendarbeit von Pater Jens Petzold, eines Schweizers mit deutschen Wurzeln, der seit 2011 in der kurdischen Stadt Sulaymaniyah im Nordirak, unweit der iranischen Grenze, ein Kloster der Gemeinschaft von Mar Moussa leitet, dass er selbst revitalisiert hat. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, die junge Generation zum Lesen zu motivieren. Das geht natürlich nur mit entsprechend attraktiven Angeboten. Aus diesem Grund war er besonders glücklich darüber, dass er am 7. April 2021 eine von der ICO mit einem Betrag von 12.700 € finanzierte Schmökerecke in Anwesenheit zahlreicher Kinder aus der Nachbarschaft einweihen konnte. Zu diesem Zweck waren alte Container, die früher von im Kloster untergebrachten Vertriebenen, die vor dem IS geflohen waren, bewohnt worden waren, adaptiert worden. Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet Pater Jens die Schwierigkeit, für Kinder geeignete Literatur in kurdischer Sprache zu finden. Um hier Abhilfe zu schaffen, denkt er ernsthaft daran, Kinderbuchklassiker ins Kurdische übersetzen zu lassen. Die ICO wünscht ihm für seine wichtige Arbeit auf jeden Fall auch weiterhin viel Erfolg.    



Muttertagsaktion in Aleppo:

Rechtzeitig zum Muttertag, der im Orient jedes Jahr am 21. März  2021 gefeiert wird, konnte die römisch-katholische Pfarre St. Francis in Aleppo – ein bewährter langjähriger Projektpartner der ICO – etwa 900 Müttern einen kleinen Geldbetrag von 50.000 Syrischen Pfund (umgerechnet etwas mehr als 16 Euro) in bar auszahlen. Für diese Frauen in der vom Krieg so schwer geprüften Stadt war das eine hoch willkommene Unterstützung in wirtschaftlich ungemein schweren Zeiten, wo alle Güter des täglichen Bedarfs immer teurer werden. Die ICO hat die für diese direkte Finanzhilfe benötigte Summe von 15.000 Euro zur Verfügung gestellt.

 



Lebensmittel-Verteilung in Alkosh:

In der chaldäisch-katholischen Pfarre Alkosh in der nordirakischen Region Kurdistan konnten freiwillige Helfer am 22. März 2021 75 gut gefüllte Lebensmittelpakete an ebenso viele bedürftige Familien im Ort verteilen, die so zu den Osterfeiertagen zumindest der drängendsten materiellen Sorgen enthoben waren und so die Feiertage freudig begehen konnten. Die ICO hatte für dieses Projekt Pfarrer Salar Kajo, dem Pfarrer von Alkosh, einen Betrag von 9.500 € zur Verfügung gestellt.



Syrien: Schulischer Nachhilfe-Unterricht in Aleppo Schuljahr 2020/2021

Die ICO dankt der RD-Foundation Vienna sehr herzlich, die durch ihre längerfristig angelegte Unterstützung dieses wichtige Projekt ermöglicht.

 

Auch in Syrien wurde im vergangenen Jahr der Schulunterricht durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und teils lange von der Regierung verordnete Schulschließungen massiv beeinträchtigt. Einen Online-Unterricht wie in vielen anderen Ländern gibt es in Syrien nicht und wäre auch nicht realisierbar, da es weder eine stabile Stromversorgung gibt (in Aleppo dzt. eine Stunde Strom täglich!) noch die durch den Krieg völlig verarmten Familien über die nötigen technischen Voraussetzungen verfügen. Es besteht die Gefahr, dass viele Kinder den Anschluss an das schulische Programm verlieren, wenn sie nicht unterstützt werden.

 

In Aleppo konnte die katholische Pfarre St. Francis dank der Unterstützung durch die ICO ein Programm für schulischen Förder- bzw. Nachhilfeunterricht ins Leben rufen. Am Nachmittag haben die Kinder nun die Möglichkeit in den Fächern Mathematik, Arabisch, Französisch und Englisch professionelle Unterstützung zu bekommen. Dieses Angebot wird von vielen Familien, die sich eine private Nachhilfe für ihre Kinder nie leisten könnten, sehr gerne angenommen.



Zur Lage in Syrien: Stand Feburar 2021

P. Ibrahim Alsabagh und sein Team von den FranziskanerInnen ist ein langjähriger Projektpartner der ICO. In seinem Fastenbrief berichtet er über die unvorstellbar Lage in Syrien, in Aleppo. Lesen Sie mehr. Danke an die Kathpress, die darüber berichtet.

Download
Letter of fr Ibrahim for the Lent.pdf
Adobe Acrobat Dokument 549.6 KB

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1992305/

 


Winternothilfe in Kurdistan 2020/2021

Heizöl-Verteilung in Zakho

 In der Stadt Zakho in der nordirakischen Region Kurdistan verteilte Daniel Zuhair, der lokale Delegierte der ICO, im Zeitraum vom 4. bis 8. Februar 2021 Heizöl an 404 bedürftige Familien. Jede Familie erhielt 100 Liter, die zumeist mit einem Tankwagen direkt nach Hause geliefert wurden. Nur weiter entfernt wohnende Familien mieteten oft zusammen einen Pick-up, um ihre Rationen gemeinsam abzuholen. Die ICO finanzierte diese Verteilung mit einem Betrag von 12.000 € im Rahmen ihrer Winternothilfe. Der lokale chaldäisch-katholische Bischof Felix Al Shabi und die unterstützten Familien danken den Spenderinnen und Spendern der ICO sehr herzlich für diese wertvolle Hilfe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

 


Winternothilfe für Enishke

In der von der ICO bereits seit langem unterstützten chaldäisch-katholischen Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan wurden Mitte Dezember je 200 Liter Heizöl an 60 bedürftige Familien, darunter auch im Ort lebende syrische Flüchtlingsfamilien, verteilt. Weitere 15 Familien sollen in den nächsten Tagen auch noch bedacht werden. Die Verhältnisse in Enishke sind dzt. (Ende Jänner) recht winterlich – es liegt Schnee und ist sehr kalt. Deshalb freut sich der sehr rührige Pfarrer von Enishke, Pfarrer Samir Yousif, sehr über diese Unterstützung im Rahmen der ICO-Winternothilfe und dankt allen Spenderinnen und Spendern in Österreich sehr herzlich.

 



Hilfe für jugendliche Binnenvertriebene in Latakia

In der von zehntausenden Vertriebenen oder aus anderen Landesteilen Geflohenen völlig überfüllten syrischen Küstenstadt Latakia ermöglicht die ICO ein wichtiges Projekt der lokalen NGO „People of Mercy“. Dabei geht es darum, 150 Jugendlichen die Chance auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Diese Jugendlichen haben aufgrund des Krieges, von Flucht oder Vertreibung seit Jahren keine Schule mehr besucht und sind inzwischen zu alt, um noch in den regulären Schulbetrieb integriert zu werden. Zunehmende Kinderarbeit und die frühe Verheiratung von Mädchen sind deshalb oft die Folge. Um dagegen anzukämpfen, wird für sie ein intensiver Förder- bzw. Nachhilfeunterricht organisiert, damit sie zumindest einen Teil des verpassten schulischen Wissens kompakt nachholen können. Die Jugendlichen sollen so zumindest durch Alphabetisierungskurse Lesen und Schreiben sowie Grundkenntnisse in Mathematik vermittelt bekommen. Außerdem lernen die Jugendlichen auch handwerkliche Fähigkeiten, basteln, spielen Theater und bei Bedarf wird auch eine psychologische Betreuung angeboten. Das Projekt nutzt die Räumlichkeiten der maronitischen Pfarre von Latakia als Projektstandort. Die ICO dankt der AKV, der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände, für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes.

 



Einweihung in Baskinta

Der Vormittag des 15. Dezember 2020 war ein Freudentag für die ICO, konnte doch an diesem Tag der von der ICO vollständig renovierte, modernisierte und mit Material und Spielgeräten neu ausgestattete Kindergarten in der Schule St. Vinzenz der Schwestern von Besançon in der Ortschaft Baskinta im Libanongebirge eingeweiht werden. Die Einweihung hätte eigentlich bereits früher stattfinden sollen, musste dann aber Corona bedingt wegen eines landesweiten Lockdowns im Libanon auf Mitte Dezember verschoben werden. Oberin Sr. Marie Harika konnte zu diesem freudigen Anlass den österreichischen Botschafter im Libanon, Dr. René Paul Amry, begrüßen. Er nahm in Vertretung der ICO an einem von den Kindern vorbereiteten Fest teil, enthüllte eine Gedenktafel und besuchte die Kinder in ihren jetzt sehr schönen und freundlichen Klassenzimmern, wo diese stolz das pädagogische Material und die Spielgeräte präsentierten, die im Rahmen des Projektes angeschafft worden waren.

 

Dieses Projekt im Gesamtumfang von 30.000 € war nur möglich dank des großen Engagements der Initiative "Zukunft für den Libanon" aus der Pfarre Koppl/Slbg., die 12.000 € aufbrachte und das Projekt auch bei der Salzburger Landesregierung einreichte, was einen zusätzlichen Förderbeitrag in Höhe von 18.000 € erbrachte.

So sehen die ersten Klassen nach der erfolgten Renovierung aus. Sehen Sie ebenso Bilder von der feierlichen Eröffnung durch den österreichischen Botschafter im Libanon, Dr. Amry.

 

Die ICO dankt allen Geldgebern sehr herzlich für ihr Engagement. Angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Lage im Libanon hätten die Schwestern dieses wichtige Projekt niemals aus eigener Kraft realisieren können.



Die ICO dankt besonders der oberösterreichischen Landesregierung, die mit knapp 78.000 € einen ganz wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieses Projektes geleistet hat. Weitere wichtige Spender waren die Diözese Linz mit 35.000 €, weiters die Missionsstelle der Diözese Linz mit 10.000 €, die Barmherzigen Schwestern aus Paderborn mit 11.000 €, die Gumpendorfer Schwestern aus Wien mit 10.000 € sowie das Stift St. Peter aus Salzburg ebenfalls mit 10.000 €. Außerdem stellte ein privater Großspender aus Salzburg 25.000 € für das Projekt zur Verfügung. Dazu kommen natürlich noch viele kleinere Spenden und Beiträge.

Wiederaubau St. Charles ist abgeschlossen

Im Dezember 2020 konnte nach intensiven Bemühungen eines der größten Einzelprojekte in der Geschichte der ICO zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden: Bei der schrecklichen Explosionskatastrophe im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut am 4. August 2020 war auch das Haus St. Charles der Barmherzigen Schwestern im Stadtteil Achrafieh, ein Kinderheim für 40 Mädchen mit angeschlossener Schule für über 650 Kinder, arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Dank zahlreicher Spenden und finanzieller Beteiligungen von vielen Seiten konnte diese wichtige Einrichtung im Rahmen eines österreichischen Leuchtturmprojektes in relativ kurzer Zeit vollständig repariert werden. Leider ermöglicht die aktuell besonders dramatische Corona-Situation im Land noch nicht die Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebes, aber bereits im Dezember konnten die Schüler zumindest schon für die schriftlichen Prüfungen in ihre inzwischen reparierten Klassenzimmer zurückkehren. Und sobald wieder ein regulärer Schulbetrieb möglich ist (frühestens ab Februar), werden die Kinder in St. Charles wieder am Präsenzunterricht teilnehmen können, während viele andere Beiruter Schüler dann noch weiter dem Online-Unterricht folgen müssen, da viele andere betroffene Schulen in der Region noch nicht vollständig wiederhergestellt werden konnten. Oberin Sr. Marie-Madeleine Boustany ist berührt über die großartige Unterstützung aus Österreich und freut sich darüber, dass die internen Mädchen bald wieder ein sicheres Dach über den Kopf haben und hunderte Kinder Zugang zum Präsenz-Unterricht haben werden.



Lebensmittelverteilung in Aleppo

In der vom Krieg zerstörten und leidgeprüften Stadt Aleppo unterstützt die ICO bereits seit längerem ein Hilfsprogramm der Ordensgemeinschaft der Blauen Maristen, das psychologische Unterstützung für vom Krieg traumatisierte Personen anbietet ("SEEDS"). Aufgrund des Währungsverlustes der syrischen Währung gab es am Ende der letzten Projektphase noch eine größere Summe, die nicht für die Projektumsetzung benötigt worden war. Die ICO willigte deshalb ein, dass dieser Restbetrag dafür verwendet werden kann, um die bedürftigen Familien jener Personen, die im Rahmen des SEEDS-Projektes betreut werden, mit Lebensmitteln zu unterstützten. Das Generalat des Ordens steuerte auch eine Summe bei, wodurch es noch vor Weihnachten möglich war, Lebensmittelpakete an 671 Familien zu verteilen. Der Inhalt der Pakete für größere Familien: 4 kg Spaghetti, 2 kg Tomatenmark, 4 kg Zucker, 2 Liter Olivenöl, 4 Liter Öl zum Kochen, 2 kg Käse und 2 Gutscheine für je 1 kg Fleisch. Die Zuteilung für kleinere Familien war entsprechend etwas reduziert.

 



Download
Pfarrblatt-03-20-Enishke.pdf
Adobe Acrobat Dokument 552.7 KB

Pfarrpartnerschaften Österreich – Kurdistan

 Über Vermittlung der ICO unterstützt die Pfarre Ober St. Veit in Wien bereits seit längerem die chaldäisch-katholische Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan im Rahmen einer Pfarr-Partnerschaft. Immer wieder wird im Jahreslauf über die Situation in Enishke berichtet und auch für dringende Anliegen in der Partner-Pfarre gesammelt. Diese Mittel werden dann über die ICO weitergeleitet. In erster Linie wird die Ausbildung einiger Studentinnen und Studenten (dzt. 7) aus der Pfarre Enishke unterstützt, die in der nächstgelegen Stadt, in Dohuk, Universitäten bzw. Hochschulen besuchen. Da auch in Kurdistan wegen der Pandemie der Präsenz-Unterricht durch Online-Vorlesungen ersetzt werden musste, war der sehr aktive und dynamische Pfarrer von Enishke, Pater Samir Yousif, sehr froh, dass er mit finanzieller Unterstützung seiner Partner-Pfarre in Österreich günstige Laptops für einige dieser Studenten ankaufen konnte, die selbst keinen Computer besaßen und sich keinen leisten konnten, damit diese dem Online-Unterricht folgen und somit ihre Ausbildung fortsetzen können. Außerdem unterstützten die Spender aus Ober St. Veit auch die Verteilung von Lebensmittelpaketen an bedürftige Familien (darunter auch Flüchtlingsfamilien aus Syrien), die Pater Samir kurz vor Weihnachten in Enishke organisierte.

 

Inzwischen ist erfreulicherweise auch eine zweite österreichische Pfarre diesem positiven Beispiel gefolgt und so ist seit 2020 die Pfarre Herzogenburg in Niederösterreich in Verbindung mit der chaldäisch-katholischen Pfarre Telskof in der Ninive-Ebene im Nordirak. Es handelt sich hierbei um eine Ortschaft, die in die Hand der Terroristen des IS gefallen war. Erst nach deren Vertreibung konnte eine langsame Rückkehr der geflohenen christlichen Bewohner erfolgen, die bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen ist, und mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Wichtig sind jetzt nach dem weitgehenden Wiederaufbau der Infrastruktur – vor allem Einkommen schaffende Projekte für die Rückkehrer. Hier hat die Pfarre Herzogenburg als erstes Projekt die Errichtung eines Gewächshauses für ein landwirtschaftliches Projekt mitfinanziert, dessen Bau erst kürzlich abgeschlossen werden konnte.

 

Es wäre schön, wenn auch andere Pfarren dem Beispiel von Ober St. Veit und Herzogenburg folgen könnten.



Neues Zentrum für Kinder mit Beeinträchtigung

In der Ortschaft Mesherfeh in der syrischen Region Homs konnte im November 2020 nach langen, schwierigen Corona-bedingten Startschwierigkeiten endlich ein mit finanzieller Unterstützung der ICO geschaffenes neues Zentrum für Kinder mit geistiger Beeinträchtigung eröffnet werden. Es trägt den Namen Bethania. Ein altes Gebäude wurde angemietet und in der Folge renoviert, adaptiert und ausgestattet. Heute werden hier bereits 12-15 Kinder regelmäßig betreut - diese Zahl soll nach und nach auf über 30 erhöht werden.

 




Warme Winterkleidung für Kinder in Aleppo

Dank der Unterstützung durch die ICO konnte die katholische Pfarre St. Francis in Aleppo/Syrien wie schon im Vorjahr rechtzeitig vor Beginn der großen Winterkälte in der zweiten Dezember-Woche 2020 im Rahmen einer Weihnachtsaktion warme Winterbekleidung und Winterschuhe an 800 Kinder der leidgeprüften Stadt verteilen. Für die zumeist völlig verarmten Familien war dies eine hochwillkommene Entlastung für das Familienbudget und die Kinder sind somit gut gerüstet für die kommenden kalten Monate. Hergestellt wurden sowohl die Bekleidung als auch die Schuhe von kleinen Handwerkbetrieben in der Stadt, die in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen eines anderen ICO-finanzierten Projektes für Arbeit schaffende Maßnahmen entstanden sind oder gefördert wurden. Diese konnten somit indirekt auch von der Weihnachtsaktion profitieren. Die Verteilung wurde von der ICO zur Gänze mit einem Betrag von 40.000 € finanziert.



Lebensmittel-Verteilung in Enishke

In der chaldäischen Pfarre Enishke in der nordirakischen Region Kurdistan konnten Ende November 2020 175 Lebensmittelpakete, die zuvor von zahlreichen freiwilligen Helfern im großen Saal des Pfarrzentrums verpackt worden waren, an bedürftige Familien (darunter auch mehr als 30 in der Pfarre lebende syrische Flüchtlingsfamilien) verteilt werden. Kurz vor Weihnachten sowie im Jänner 2021 werden diese Familien jeweils ein weiteres Paket erhalten. Dieses dreimonatige Projekt wurde von der ICO im Rahmen ihrer Corona-Nothilfe finanziert. Der Pfarrer von Enishke, Pater Samir, dankt allen Spenderinnen und Spendern der ICO recht herzlich!



Corona-Nothilfe in Kurdistan

In zahlreichen Dörfern in der Region Zakho im nordirakischen Kurdistan konnte der lokale Delegierte der ICO Mitte Oktober 2020 fast 350 von der ICO mit 10.000 € finanzierte Lebensmittelpakete an bedürftige Familien verteilen. Diese Verteilung fand im Rahmen der Corona-Nothilfe der ICO statt und war eine wertvolle Unterstützung für viele Familien, deren Familienerhalter aufgrund der Pandemie ihre Arbeit verloren hatten.

 



Schulstart rund um Homs/Syrien

Ende September/Anfang Oktober 2020 wurden vom lokalen ICO-Partner Fr. Iyad Ghanem, dem Projektkoordinator der syrisch-katholischen Kirche in Homs, Hama und Nabk in Syrien, von der ICO finanzierte Schultaschen (bzw. Rucksäcke) und Schulmaterial für 200 Kinder und Jugendliche aus besonders bedürftigen Familien verteilt. Die Verteilung dieser Hilfsgüter fand in mehreren Etappen vor der syrisch-katholischen Kirche St. Michael und in einer auch von der ICO unterstützten Kinderklinik im Ort Masskanah statt. Bei der Verteilung wurde auch nicht auf die Kinder mehrerer (muslimischer) Familien von Inlandsvertriebenen in einem provisorischen Lager vergessen. Ihnen wurden die von der ICO finanzierten Hilfsgüter im Rahmen von Familienbesuchen in ihre armseligen Unterkünfte gebracht und lösten große Freude aus. Der Inhalt der Rucksäcke war individuell auf die jeweilige Schulstufe abgestimmt und jeder Rucksack trug den Namen des Empfängers. Die Kinder (sofern sie schon schreiben können) haben dann selbst durch ihre Unterschrift den Empfang des Materials bestätigt.

 



+++Nothilfe für den LIbanon+++

Studentenheim der Lazaristen

Für die Reparatur der Schäden am Studentenheim der Lazaristen konnte die ICO bereits 20.000 Euro zur Verfügung stellen.

Die Explosionskatastrophe vom Di, 4.8.20 in Beirut trifft auf ein Land, dass sich durch eine verheerende Wirtschaftskrise und Corona sowieso schon am Rande des Abgrunds befindet. Bei zwei Explosionen im Hafengebiet von Beirut sind am Dienstabend nach Berichten von unseren ICO Partner und den Medien mehr als 100 Personen ums Leben gekommen, rund 5.000 wurden verletzt. Die Druckwelle der Explosion in einer Lagerhalle des Hafens hatte noch Fensterscheiben in 20 Kilometer Entfernung zerstört. Nach Aussage des Präsidenten Michel Aoun waren dort 2.750 Tonnen hochex-plosiven Ammoniumnitrats gelagert.

 

Der Libanon ist ein Schwerpunktland der ICO! Wir bitten dringend um Spenden für die Opfer der Katastrophe.

Nothilfe mit Essen

Gemeinsam mit ICO Projektpartner dem Haus St. Josef der Barmherzigen Schwestern in Ajaltoun werden täglich warme Mahlzeiten für die von der Explosionskathastrophe betroffen Menschen gekocht.



Covid-19: So kommt die Hilfe der ICO im Orient im Sommer 2020 an

Download
Powerpoint Präsentation ICO Corona Nothilfe
ICO-Corona-Nothilfe.pdf
Adobe Acrobat Dokument 6.0 MB

Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat die Schwerpunkte der ICO-Projektarbeit in ihren Schwerpunktländern im Nahen Osten in den vergangenen Monaten komplett verändert. Ähnlich wie bei uns in Europa wurden alle Universitäten und Schulen geschlossen, weshalb etwa an Bildungsprojekte nicht mehr zu denken war. Stattdessen rückte überall die Soforthilfe in Form von Verteilung von Lebensmittel- und Hygiene-Paketen in den Vordergrund. Dadurch sollte ein Beitrag geleistet werden, um die dramatischen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie in Ländern abzumildern, in denen es keinerlei soziale Sicherungssysteme gibt. In Verbindung mit der schlimmsten Wirtschaftskrise in der Geschichte des Libanon ist in diesem kleinen Land beispielsweise erstmals Hunger wieder ein Thema. Dank der Spenden vieler unserer treuen Spender, Förderer und Paten konnte die ICO rasch reagieren und in allen Projektländern (Libanon - Syrien - Nordirak - Palästina - Jordanien) viele engagierte und bewährte Partner bei Nothilfeprojekten unterstützen. Die PowerPoint-Präsentation soll Ihnen einen Eindruck davon vermitteln.

 

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich, verbinden diesen Dank aber gleichzeitig mit der Bitte, die Fortsetzung unserer Hilfsmaßnahmen auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen.


Kontakt

Friedensplatz 2
4020 Linz

 

+43 732 773 148

office@christlicher-orient.at

 

Montag bis Freitag

von 9:00 bis 12:00 Uhr

 

Wenn Sie persönlich vorbeikommen möchten, dann bitten wir vorher einen Termin zu vereinbaren - per Telefon 0732-773148 oder Email office@christlicher-orient.at

 Mund-Nasen-Schutz bitte nicht vergessen!